
Ben G. Fodor (* 21. Februar 1953 in Dorog) ist ein aus Ungarn stammender, in Wien lebender Künstler.
Ben G. Fodor arbeitete im kommunistischen Ungarn nach einem Maschinenbaudiplom an der technischen Hochschule Budapest als Dreher, Hochseematrose und technisch-chemischer Facharbeiter. Nach seiner Flucht nach Österreich 1981 war er zuerst als Transportunternehmer, Buchhändler, dann als Fotograf tätig. Seit 2000 ist er freischaffender Künstler.
Ben Gyula Fodor arbeitet in den Medien Fotografie, Installation, Zeichnung, Performance. Fotografie nutzt er ungegenständlich wie auch gegenständlich. Er inszeniert Serien mit Darstellern (Eat Me) oder mit sich selbst als Performer vor der Kamera (Future Skills). Kombiniert werden von ihm Fotoarbeiten historischer Bauwerke und Monumente mit architektonischen Holzskulpturen und Zeichnungen (Incipit Vita Nova). Oder er kreiert immaterielle Architekturen mittels Bewegung von Lichtquellen bei Langzeitbelichtung (Carmine). Fodors spezielles Interesse gilt der künstlerischen Untersuchung vergangener und aktueller Utopien; der Auseinandersetzung mit dem „Schwebezustand“, der die kreative und bereichernde Seite der Entwurzelung durch Migration darstellt. Und es geht ihm um die Überwindung des konventionellen perspektivischen Sehens und damit um eine neue Räumlichkeit – im Bildraum und darüber hinaus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fodor, Ben G. |
| ALTERNATIVNAMEN | Fodor, Ben Gyula |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarisch-österreichischer Künstler |
| GEBURTSDATUM | 21. Februar 1953 |
| GEBURTSORT | Dorog |