Bengta Bischoff

Bengta Bischoff 1965

Bengta Bischoff (* 4. April 1909 in Hamburg; † 3. April 1987 in Kaltenkirchen, Kreis Segeberg) war eine Hausfrau (Hamburger Kapitänswitwe) und Laienerzählerin, die als Romanautorin bekannt wurde.

Leben und Werk

Bischoffs Debütroman 6 Richtige wurde von Kritikern sehr gelobt, was sie zum Verfassen weiterer Schriften animierte. Näheres über ihre Person blieb unbekannt, fest steht nur, dass sie nicht unter Pseudonym veröffentlichte und in einer Sozialwohnung nahe der Herbertstraße in St. Pauli wohnte.

Signatur Bengta Bischoff

6 Richtige wurde von Peter Rühmkorf entdeckt, der Roman wurde 1966 als Handschrift von Rowohlt veröffentlicht. Die große Wunscherfüllung eines Lottohauptgewinnes ist sein Thema, und ihre Verbindung von Hausfrauenträumen mit authentischer Milieuschilderung mit starken Zügen mündlicher Überlieferung ergab eine besondere Mischung. Der Erfolg ermutigte sie zu ihrem zweiten Roman in gleicher Art, Das gelbe Haus am Pinnasberg oder Die 36 Eros-Brüder von St. Pauli, über einen Männerpuff (das „gelbe Haus“), damals außerhalb der Pornographie ein unerhörtes Thema, der auch verfilmt wurde. In der Verfilmung aus dem Jahr 1970 von Alfred Vohrer wirkt Bengta Bischoff als Erzählerin selbst mit. Nach ihrem dritten Roman verstummte sie literarisch.

Publikationen

Literatur

Commons: Bengta Bischoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Der Briefwechsel befindet sich in dessen Nachlass in Marbach.
Personendaten
NAME Bischoff, Bengta
KURZBESCHREIBUNG deutsche Laienerzählerin und Romanautorin
GEBURTSDATUM 4. April 1909
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 3. April 1987
STERBEORT Kaltenkirchen, Kreis Segeberg