
Benjamin Prins (* 25. April 1982 in Lisieux) ist ein französischer Opern- und Musiktheaterregisseur und Operndirektor.
Benjamin Prins wuchs in Yvetot in der Normandie auf. Im Alter von 10 Jahren trat er dem Kinderchor Maîtrise de Seine-Maritime bei und erlebte seine ersten Konzerterfahrungen in der Opéra de Rouen Haute-Normandie (Intendant Marc Adam).
Seine ersten Begegnungen mit Opern wie La Bohème & Tosca (Puccini), Carmen (Bizet), Orphée aux Enfers (Offenbach), Wozzeck (Berg), Die Zauberflöte (Mozart), sowie Werke von Britten prägten sein Verständnis für diese Kunstgattung. Zudem schloss er sich der städtischen Theatergruppe von Yvetot Le Théâtre en Face unter der Leitung von Marie-Frédérique Dehays an, wo Prins Techniken des zeitgenössischen Theaters erlernte, inspiriert von der Ensemblearbeit des Théâtre du Soleil. Im Alter von 17 Jahren ging er im Rahmen eines Schüleraustausches nach Wichita (Kansas, USA) und spielte in verschiedenen Produktionen, wie zum Beispiel in dem Musical Godspell und A Midsummer Night’s Dream‘ mit.
Prins begann nach seiner Rückkehr nach Frankreich zunächst ein Jura-Studium. Außerdem absolvierte er parallel am Théâtre des Cordes in Cean eine Schauspielausbildung.
2007 begann er sein Studium der Musiktheaterregie in die Opernklasse von Reto Nickler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dass er 2012 mit Diplom abschloss. Während dieser Zeit arbeitete er als Regieassistent und künstlerischer Mitarbeiter in Produktionen der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien, Theater an der Wien, Bayerische Staatsoper, Oper Köln, Teatro la Fenice (Venedig), Opernhaus Wuppertal, Lehár-Festival Bad Ischl & Opernhaus Shanghai mit. Er arbeitete unter anderem mit Regisseuren wie Olivier Py, Carlos Wagner und Johannes Weigand zusammen.
Nach seinem Studium begann Prins mit ersten eigenständigen Inszenierungen an verschiedenen Opernhäusern wie dem Theater Erfurt, Anhaltischen Theater Dessau und dem Staatstheater Braunschweig.
An der Opera Zuid (Niederlande) inszenierte Prins 2019 Fantasio von Jacques Offenbach. Eine weitere Produktion an der Opera Zuid, Orphée aux enfers (Jacques Offenbach) von 2023, erhielt eine Nominierung für den niederländischen Theaterpreis der Vereniging van Schouwburg- en Concertgebouwdirecties (VSCD).
Neben seiner Regiearbeit ist er immer wieder auch als Schauspieler, Autor, Dramaturg und Übersetzer für Musiktheaterproduktionen tätig.
Benjamin Prins entdeckte für sich die Alexander-Technik als Methode zur Verbesserung von Körperhaltung und Bewegungsabläufen und studierte von 2019 bis 2022 dieses Fach am ‚Centre de Formation de Technique Alexander‘ bei Agnès de Brunhoff in Paris.
Prins ist seit der Spielzeit 2022/23 Operndirektor am Theater Nordhausen (Thüringen).
Prins Inszenierungsstil ist eine Verbindung einer visuell geprägten Ästhetik und einer choreographischen, körperorientierten Schauspieltechnik, geprägt von den Methoden eines Jacques Lecoq, Jerzy Grotowski und der |Alexandertechnik.
| Personendaten | |
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| NAME | Prins, Benjamin |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Opern- und Musiktheater-Regisseur und Operndirektor |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1982 |
| GEBURTSORT | Lisieux |