Benzoxazol

Strukturformel
Strukturformel von Benzoxazol
Allgemeines
Name Benzoxazol
Andere Namen
  • 1,3-Benzoxazol (IUPAC)
  • 1-Oxa-3-aza-1H-indol
Summenformel C7H5NO
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 273-53-0
EG-Nummer 205-988-9
ECHA-InfoCard 100.005.445
PubChem 9228
ChemSpider 8873
Wikidata Q761111
Eigenschaften
Molare Masse 119,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,175 g·cm−3

Schmelzpunkt

27–30 °C

Siedepunkt

182 °C

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Benzoxazol (Trivialname, früher auch Methenylamidophenol) ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der Azole, die aus einem Oxazolring mit einem anellierten Benzolring besteht. Es ist eines der drei möglichen Benzoxazole; die anderen sind 1,2-Benzoxazol (Indoxazen) und 2,1-Benzoxazol (Anthranil). Ein bekanntes Derivat ist zum Beispiel Flunoxaprofen.

Gewinnung und Darstellung

Eine einfache Möglichkeit zur Synthese von Benzoxazol ist die bereits 1877 von Ladenburg beschriebene Reaktion von ortho-Aminophenol mit Ameisensäure. Dabei handelt es sich um eine endotherme Cyclokondensation, bei der pro gebildetem Benzoxazol-Molekül noch zwei Moleküle Wasser frei werden. Restmengen von Ameisensäure können aus dem Destillat der Reaktionslösung durch Beigabe von Kaliumcarbonat entfernt werden.

Eigenschaften

Benzoxazol ist ein weißer, leichtentzündlicher, langsam schmelzender Feststoff, der unlöslich in Wasser ist. Mit Salzsäure zersetzt es sich zum Hydrochlorid des ortho-Amidophenols.

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Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Datenblatt Benzoxazol, 98% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. April 2014 (PDF).
  2. 1 2 Datenblatt Benzoxazole, 97+% bei Alfa Aesar, abgerufen am 23. April 2014 (Seite nicht mehr abrufbar).
  3. 1 2 3 Ladenburg, A: Condensationsvorgänge in der Orthoreihe. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 10, Nr. 1, 1877, S. 1123–1131, doi:10.1002/cber.187701001316.