Bergalgatal

Das Bergalgatal (früher Bregalgatal) im Avers im Kanton Graubünden ist ein Hochtal auf 2000 m ü. M. oberhalb der Baumgrenze.

Name

Siehe auch: Bergell#Name

Das Bergalgatal hat vermutlich denselben Namensursprung wie das Bergell, das direkt südlich von Ost nach West nach verläuft. Verbunden sind die beiden Täler über den Bergalgapass, dessen romanischer Name Pass da la Bregaglia von Val Bregaglia (romanischer Name des Bergells) stammt. Der Bergalgapass wurde lange als Teilabschnitt des Duanpasses betrachtet, war aber seit 1925 als eigenständiger Passübergang Bregalgapass in den offiziellen Kartenwerken geführt. 1959 wurden die Namen für Tal und Pass von Bregalga zum heutigen Bergalga geändert, was die deutschsprachige Zugehörigkeit als Seitental des Avers widerspiegelt. Die alte Passbezeichnung hat sich vermutlich zunächst auf die Alp Bergalga im hinteren Tal (als Zwischenstation bei Passüberquerungen) und später aufs gesamte Tal bis zum Talausgang (Bergalgaböda) verbreitet.

Naturraum

Ökologisch einzigartig ist das Bergalgatal wegen seiner ausserordentlichen Populationsdichte an Murmeltieren.

Blick ins Bergalgatal

Ein drei Kilometer langer, erlebnispädagogisch auf Familien ausgerichteter Lehrpfad dokumentiert auf zwölf Schautafeln die Lebensweise der Murmeltiere.

Das Bergalgatal wird auch wissenschaftlich erforscht. Die Veterinärmedizinische Universität Wien versah in den Jahren 2000/01 89 Murmeltiere mit Sendern und erforschte auf diese Weise in einer Feldstudie den Winterschlaf der Tiere.

Koordinaten: 46° 27′ N, 9° 34′ O; CH1903: 763018 / 146292