Bergscharten

Bergscharten

Zapfenkopf (Rhaponticum coniferum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Untertribus: Centaureinae
Gattung: Bergscharten
Wissenschaftlicher Name
Rhaponticum
Ludw.

Die Bergscharten (Rhaponticum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung

Illustration aus Annales du Muséum d’histoire naturelle, 1810 des Zapfenkopf (Rhaponticum coniferum)

Vegetative Merkmale

Die Rhaponticum-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind meist einfach, selten verzweigt.

Die Laubblätter sind einfach bis fiederspaltig.

Generative Merkmale

Endständig auf dem Stängel sitzt der körbchenförmige Blütenstand. Die Hüllblätter sind hautrandig.

Sie bilden Achänen. Der Pappus ist behaart.


Rhaponticum altaicum
Rhaponticum australe
Rhaponticum centauroides
Federblume (Rhaponticum repens)
Rhaponticum scariosum
Alpen-Bergscharte (Rhaponticum scariosum subsp. rhaponticum)

Systematik und Verbreitung

Äußere Systematik

Die Gattung Rhaponticum gehört zur Subtribus Centaureinae aus der Tribus Cynareae in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Am nächsten verwandt ist die Gattung Klasea Cass.

Taxonomie

Die Gattung Rhaponticum wurde 1757 durch Christian Gottlieb Ludwig in Institutiones Historico-Physicae Regni Vegetabilis ed. 2, Seite 123 aufgestellt. Dieser Name wurde gegenüber älteren Namen konserviert (nom. cons.). Synonyme für Rhaponticum Ludw. sind: Acroptilon Cass., Leuzea DC., Stemmacantha Cass.. Die Systematik dieser Gruppe war lange umstritten und so entstanden viele Synonyme, die in der alten bis neuen Literatur verwendet werden. Neu ist, dass auch die Arten der ehemaligen Gattung Centaurothamnus Wagenitz & Dittrich hier eingegliedert werden (Oriane Hidalgo et al. 2006). Der Name Rhaponticum = Rha ponticum = pontische Wurzel (lat.) bezog sich meist auf Rhabarber-Arten (Rheum). Jedoch hatte schon Caspar Bauhin (1560–1624) diesen Namen für Arten aus dieser Verwandtschaftsgruppe verwendet.

Arten und ihre Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Rhaponticum erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel über die Alpen und dem gesamten Mittelmeerraum (einschließlich Nordafrika und den Nahen Osten) über Osteuropa, den Kaukasus und Altai bis nach Zentralasien. Einige Arten sind in vielen Gebieten der Erde invasive Pflanzen.

Es gibt 25 bis 27 Rhaponticum-Arten nach Oriane Hidalgo et al. 2006 mit den häufigsten in der Literatur verwendeten Synonymen:

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Rhaponticum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. ↑ Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. S. 931. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Rhaponticum In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.
Commons: Bergscharten (Rhaponticum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien