Die Bergzaberner Republik war die erste Republik auf deutschem Boden. Sie entstand 1792/1793 im südpfälzischen Bergzabern.

Basierend auf den Idealen der Französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erklärten die Bürger von Bergzabern am 22. Januar 1793 ihre Stadt zur Republik.
Bereits vor dem Ausrufen der Republik wurde am 10. November 1792 eine Petition an den Pariser Konvent gestellt, um sich von Herzog Karl II. August loszusagen und die Unterstützung der Französischen Republik zu erlangen. Am 7. Dezember 1792 beschlossen die meisten südpfälzischen Dörfer, selbst ihre Konfession zu wählen und keine Abgaben mehr zu entrichten sowie eine Volksvertretung unter dem Namen „schweitzerischer Landtag“ zu gründen.
Als der führende Jakobiner Johann Adam Meyer ins Amt des Bürgermeisters gelangte, endeten die Übergriffe auf die Embleme der alten Ordnung. Am 15. März 1793 wurden die 32 aufständischen Dörfer als Bestandteil des Departements Landau in die Erste Französische Republik aufgenommen. Nachdem im Sommer 1793 die Stadt durch österreichische Truppen eingenommen worden war, flohen die Revolutionäre nach Frankreich.
Die kurze Zeit gilt als Wegbereiter der Demokratie auch für das Hambacher Fest und die Pfälzer Revolution zur Verteidigung der Paulskirchenverfassung.