Bernd Juds

Bernd Juds (* 15. Mai 1939 in Berlin; † 16. April 2004 ebenda) war ein deutscher Publizist und Schriftsteller. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Bernd Gerhardsen.

Leben

Juds studierte Anfang der 1960er Jahre in Berlin Jura und Publizistik. Er volontierte beim Mannheimer Morgen und wurde Journalist, insbesondere für den Hörfunk. Sein Vergleich der Lieder der Bundeswehr, der Nationalen Volksarmee und der Wehrmacht führte dazu, dass die Bundeswehr ihr Liederbuch überarbeitete. Auch die Bibliotheken der Bundeswehr untersuchte er und entdeckte darin viele nationalsozialistische Propagandaliteratur.

Nach der Wende gründete er in Lübben die Mozartgesellschaft Berlin-Brandenburg. Bereits seit 1971 war er Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Er war mit Ingrid Juds-Varduhn (1938–2013) verheiratet.

Juds schrieb Hörspiele, Radio-Features, Lyrik, Aphorismen und Straßentheater. Er sprach zwölf Sprachen und übersetzte aus dem Englischen, Französischen, Polnischen, Serbokroatischen, Italienischen, Spanischen, Neugriechischen, Lateinischen und Sorbischen.

Grabstätte

Bernd Juds starb 2004 im Alter von 64 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Evangelischen Kirchhof Nikolassee.

Werke

Hörfunk:

Gedrucktes:

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Jörg Weigand: Pseudonyme. Ein Lexikon. Decknamen der Autoren deutschsprachiger erzählender Literatur. 3. Auflage, Nomos-Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2000, ISBN 3-7890-6906-X, S. 194.
  2. ↑ Helden im Spind. In: Der Spiegel. Nr. 50, 1967, S. 50 (online)..
  3. ↑ Was bleibt, sind seine Denkanstöße (Memento des Originals vom 19. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Lausitzer Rundschau. 8. November 2004. Tatjana Wulfert: Je älter sie wurde, desto öfter sprach sie über ihren Bruder. Nachruf auf Ingrid Juds-Varduhn (Geb. 1938). In: Der Tagesspiegel, 18. Oktober 2013; abgerufen am 11. März 2019.
  4. ↑ Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 626.
Personendaten
NAME Juds, Bernd
KURZBESCHREIBUNG deutscher Publizist und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 15. Mai 1939
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 16. April 2004
STERBEORT Berlin