Bernhard Fritscher (* 2. Dezember 1954 in Bayreuth; † 11. Juli 2013) war ein deutscher Wissenschaftshistoriker.
Fritscher promovierte im Jahr 1990 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zur Geschichte der Naturwissenschaften (Die Bedeutung der Chemie und des Experiments in der Neptunismus-Vulkanismus-Kontroverse. Ein Beitrag zur Geschichte und Theorie der Geowissenschaft). Im Jahr 1998 folgte seine Habilitation in München (Geowissenschaften und Moderne. Studien zur Kulturgeschichte der Mineralogie und Chemischen Geologie (1848-1926)). Den Schwerpunkt seiner Forschung bildete die Geschichte der Geologie.
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte und zugleich außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Naturwissenschaften an der Fakultät für Mathematik der Universität München.
2008 gab er die Gesammelten Schriften von Leopold von Buch bei Olms neu heraus. Er befasste sich unter anderem mit Abraham Gottlob Werner, dem Plutonismus-Neptunismus-Streit, Lorenz Oken, Immanuel Kant und Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Bezug zur Geologie, Gustav Tschermak, Alexander Keyserling, Georg Forster, Adolf Schlagintweit und mit James Hall und untersuchte eine Gesteinssammlung, die dieser im Rahmen des Vulkanismus-Neptunismus Streits anlegte und die beim British Geological Survey in Keyworth ist. Fritscher war Mitarbeiter der Chronologie der Naturwissenschaften (Karl-Heinz Schlote Herausgeber, Harri Deutsch 2002) für Geowissenschaften. Er schrieb Lexikoneinträge von Geowissenschaftlern für diverse Enzyklopädien.
Er war Vorsitzender der Arbeitsgruppe History of the Earth Sciences der Society of Geological Sciences.
Fritscher starb nach längerer Krebserkrankung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fritscher, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wissenschaftshistoriker |
| GEBURTSDATUM | 2. Dezember 1954 |
| GEBURTSORT | Bayreuth |
| STERBEDATUM | 11. Juli 2013 |