Bernhard Grahmann (* 11. Dezember 1890 in Pößneck; † nach 1945) war ein deutscher Lehrer und nationalsozialistischer Funktionär.
Grahmann studierte an der Universität Jena, wurde promovierter Volksschullehrer und vor 1933 Stadtrat und Stadtverordnetenvorsteher in der preußischen Kreisstadt Torgau. Zum 1. Dezember 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.413.323). In der Stadt Halle (Saale) wurde er 1933 Stadtschulrat und Dezernent für das „Moritzburg-Museum“, ihm war das Kulturamt der Stadt Halle unterstellt. Er blieb bis 1945 im Amt. Er war Leiter der Gau-Kulturabteilung bei der NSDAP-Gauleitung Halle-Merseburg im Rathaus der Stadt Halle. Als solcher war er u. a. maßgeblich an der Gemälde-Ausstellung „Heimat und Landschaft“ des Gaukulturamtes der NSDAP 1935 in Halle beteiligt. 1938 befürwortete er die Aussonderung von zwei Gemälden von Max Liebermann (1847–1935) aus der Moritzburg, weil dieser Jude war. Ferner war Grahmann Gauwalter des NS-Lehrerbundes im Gau Halle-Merseburg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grahmann, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und nationalsozialistischer Funktionär |
| GEBURTSDATUM | 11. Dezember 1890 |
| GEBURTSORT | Pößneck |
| STERBEDATUM | nach 1945 |