Bernhard Stierle (* 30. Januar 1942 in Stuttgart) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet, der vor allem im Weitsprung und im Dreisprung antrat.
Bernhard Stierle startete bis 1968 für die TG Stuttgart und ab 1969 für den SV Salamander Kornwestheim. Seine beste Platzierung bei nationalen Meisterschaften im Weitsprung war der zweite Platz hinter Michael Sauer bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 1968. Im Dreisprung war er Dritter bei den Deutschen Meisterschaften 1972 hinter Richard Kick und Joachim Kugler.
Bei den Europäischen Hallenspielen 1968 in Madrid, dem Vorläuferwettbewerb der Halleneuropameisterschaften gewann er mit 7,59 Meter die Bronzemedaille hinter den beiden sowjetischen Springern Igor Ter-Owanessjan und Tõnu Lepik im Weitsprung, wobei Stierle erst im letzten Versuch vom sechsten Platz in die Medaillenränge sprang.
Stierle gewann bei der Senioren-Hallen-Europameisterschaft 2022 im portugiesischen Braga die Goldmedaille im Dreisprung der Altersklasse M80 (Männer über 80 Jahre) mit einer Weite von 7,85 Metern.
Stierle war 1974 der erste deutsche Weitspringer, der die Technik des Saltoweitsprungs anwandte. Er siegte damit bei den Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften. Die Technik wurde noch im gleichen Jahr verboten.
(laut Amrhein)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stierle, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 30. Januar 1942 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |