Best Architects (Eigenschreibweise: best architects) ist eine seit 2006 jährlich erscheinende Architekturzeitschrift einer Düsseldorfer Werbeagentur, welche die Aufnahme in die Publikation als Wettbewerb Best Architects Award auslobt. Veröffentlichte Projekte werden als Preisträger bezeichnet und können mit „Best Architects“ oder „Best Architects in Gold“ für sich werben. Sie sind hauptsächlich in deutschsprachigen Ländern zu finden, Projekte in der Schweiz sind besonders zahlreich vertreten.
Geschichte
Die 2001 gegründete Werbeagentur Zinnobergruen GmbH, die hauptsächlich Unternehmens-Kampagnen macht, präsentiert seit dem Jahr 2006 Architekturprojekte in einer jährlich erscheinenden Zeitschrift unter dem Titel Best Architects mit angefügtem Folgejahr. Die 2006 erstellte Publikation wurde Architekturbüros als Marketinginstrument angepriesen und als Best Architects 07 veröffentlicht.
Ursprünglich wurden Arbeiten von Architekten und Architekturbüros aus dem deutschsprachigen Raum in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgestellt. Von 2015 an wurden Architekten aus allen europäischen Ländern um Einsendungen gebeten. Im Zeitraum von 2006 bis 2023 fanden sich von 1.373 Projekten 1.278 (93%) in Ländern des geschlossenen deutschen Sprachraums, 377 in Deutschland (27%), 191 in Österreich (14%), 700 in der Schweiz (51%), 4 in Luxemburg und 6 in Liechtenstein (jeweils unter 1%). 20 Jahre nach der ersten Ausgabe befanden sich in Best Architects 26 von 89 vorgestellten Projekten 81 im deutschen Sprachraum: 9 in Deutschland, 5 in Österreich, 2 in Liechtenstein und 65 in der Schweiz.
Kosten
Die Bewerbung um eine Aufnahme in die Publikation war anfangs kostenfrei. Im Jahr 2013 beteuerte Tobias Schwarzer, Geschäftsführer von Zinnobergruen, trotz Gewinnerzahlungen von etwa 150.000€ keinen Gewinn zu erzielen. Seit 2015 wird für die Einreichung eine Gebühr erhoben. Für die Veröffentlichung eines Projektes auf vier Seiten wird eine zusätzliche Gebühr für Reproduktions- und Bearbeitungskosten erhoben, ein Exemplar der jeweiligen Zeitschrift ist im Preis enthalten, ebenso eine Urkunde, das Recht auf Verwendung des Best-Architect-Logos und -Namens sowie ein Eintrag auf der Website des Auslobers. Im Jahr 2008 kostete eine Veröffentlichung 1.400€, 2021 kosteten Bewerbung und Veröffentlichung bis 2.070€, im Jahr 2022 bis 2.410€, seit 2024 sind es bis zu 2.730€, jeweils ohne Mehrwertsteuer.
Auswahl
Die Auswahl der eingereichten Projekte findet mithilfe einer mit Architekten besetzten Jury am Sitz der Werbeagentur in Düsseldorf statt. Im Jahr 2006 kam eine fünfköpfige Jury zusammen, seit 2011 besteht die Jury aus drei Mitgliedern. Als Auswahlkriterium sollen Architektur- und Gestaltungsqualität, Raumkonzeption, Funktionalität sowie technische und kreative Leistung dienen. Die Agenturen der Jurymitglieder veröffentlichen häufig eigene Projekte in der Best-Architects-Reihe. Die Anzahl der vorgestellten Projekte ist nicht vorab limitiert. Die geringste Anzahl waren 35 im Jahr 2008, im Jahr 2014 war die bisher größte Anzahl mit 115 Preisträgern. Realisierte Projekte jeglicher Größenordnung können in verschiedenen Kategorien zum Wettbewerb um die Aufnahme in die Publikation eingereicht werden:
Umbauten und Erweiterungen (ab Best Architects 22)
Der Begriff „Best Architects“ und das Logo – ein blauer Kreis mit 44 Zacken, dem Wort „best“ in Weiß und den Wortbestandteilen „archi“ und „tects“ in Pink – bilden zusammen eine eingetragene Wort- und Bildmarke der Zinnobergruen GmbH. In Best Architects präsentierte Projekte werden vom Auslober als „Preisträger“ bezeichnet. Sie erwerben damit das Nutzungsrecht an der Bildmarke sowie an der Bezeichnung „Best Architects“ mit nachgestellter zweistelliger Jahreszahl.
2008 wurde angekündigt, dass in Best Architects 09 aufgenommene Projekte zusätzlich als Wertung den Zusatz „Gold“, „Silber“ oder „Bronze“ erhalten würden. Zwischen 2008 und 2022 wurden 152 Bauten mit „Gold“ gewertet (durchschnittlich 10 pro Jahr). Im Jahr 2019 wurden 326 Arbeiten eingereicht und 81 für Best Architects 20 ausgewählt, davon wurden 11 mit „Gold“ bewertet. Diese Projekte dürfen den Zusatz „in Gold“ führen, z.B. „Best Architects 20 in Gold“.
Jury
In Klammern Jahrgänge, in denen das Jurymitglied oder die Agentur des Jurymitglieds eigene Projekte als „Preisträger“ in einer Best-Architects-Ausgabe präsentierte:
↑Best Architects 17.In:konkurado.ch.10.März 2016,abgerufen am 17.März 2022(Schweizer Hochdeutsch).
↑Best Architects 18.In:konkurado.ch.3.März 2017,abgerufen am 17.März 2022(Schweizer Hochdeutsch).
↑Best Architects 19.In:konkurado.ch.18.März 2018,abgerufen am 17.März 2022(Schweizer Hochdeutsch).
↑Best Architects 20.In:konkurado.ch.17.Februar 2019,abgerufen am 16.März 2022(Schweizer Hochdeutsch).
↑Preise der Baukultur.In:bundesstiftung-baukultur.de.Abgerufen am 16.März 2022(Art: Preis für realisierte Projekte; Thema: Architektur; Reichweite: europaweit).