| Betalipothrixvirus | ||||||||||||||||
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Schemazeichnung eines Virions der Gattung Betalipothrixvirus im Querschnitt | ||||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||||
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| Taxonomische Merkmale | ||||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||||
| Betalipothrixvirus | ||||||||||||||||
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Die Gattung Betalipothrixvirus umfasst derzeit nur die Virusart Sulfolobus-islandicus-filamentous-Virus sowie drei weitere vorläufig klassifizierte Bakteriophagen, die sich ausschließlich in thermophilen Crenarchaeota-Arten (Familie Thermoproteaceae) vermehren. Das Genom der Betalipothrixviren besteht wie bei allen Mitgliedern der Virusfamilie Lipothrixviridae aus einer linearen, doppelsträngigen DNA von etwa 41.000 Basenpaaren. Diese codiert für 73 Virusproteine. Die zugehörigen Leserahmen sind in mehreren Operons organisiert, die an jene des Wirtsgenoms adaptiert sind.

Die Viruspartikel (Virionen) bestehen aus einem helikalen, langgestreckten Kapsid, an das eine Virushülle sehr eng angelagert ist. Diese filamentösen Virionen sind 24 nm im Durchmesser und 1950 nm lang. An beiden Enden der Filamente findet man büschelartige Fortsätze, die wahrscheinlich der Anheftung an die Zielzellen dienen. Typisch für die Gattung ist die geringgradige Flexibilität der Viruspartikel, die in der elektronenmikroskopischen Abbildung als leicht gekrümmte Stäbchen erscheinen. Diese Eigenschaft dient der Abgrenzung zu den weiteren Gattungen der Virusfamilie.
Systematik nach ICTV Stand Anfang März 2025:
Thermoproteus ist die Typusgattung der Archaeen-Familie Thermoproteaceae in der Klasse Thermotrotei (Phylum Crenarchaeota); Acidanus (syn. Desulfurolobus) und Sulfolobus sind Gattungen der Familie Sulfolobaceae derselben Klasse.