| Bibernellen | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Anis (Pimpinella anisum), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pimpinella | ||||||||||||
| L. |
Die Bibernellen (Pimpinella), auch Pimpernellen oder Pimpinellen genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die etwa 150 Arten sind hauptsächlich in Eurasien und Afrika verbreitet. Die wirtschaftlich wichtigste Art der Gattung ist der Anis, eine der bekanntesten als Heilpflanze die Kleine Bibernelle.
Der als Küchenkraut verwendete Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) wird ebenfalls häufig Bibernelle oder Pimpinelle genannt, ist jedoch eine Art in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Bibernellen sind ausdauernde, seltene zwei- oder einjährige krautige Pflanzen. Es werden Faserwurzeln und je nach Art auch eine Pfahlwurzel gebildet. Die aufrechten Stängel sind verzweigt und besitzen an der Basis keine Faserrest der Blattscheiden.
Die grundständig und wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Grundblätter sind gestielt und ihre Blattspreite ist manchmal ungeteilt oder meist sehr unterschiedlich einfach gefiedert. Die Fiederblättchen sind gezähnt und zuweilen tief eingeschnitten. Bei den Stängelblättern liegt oft Heteromorphie vor.
Es werden immer endständige und oft auch blattachselständige Blütenstände gebildet. Die doppeldoldigen Blütenstände besitzen wenige bis zahlreiche Doldenstrahlen. Je nach Art fehlen Hülle und Hüllchen oder es sind jeweils wenige Blättchen vorhanden. Die Blättchen sind meist linealisch mit ungeteiltem oberen Ende.
Die Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Je nach Art sind die Kelchblätter zu einem ausgerandeten Kelchrand reduziert oder manchmal deutlich vorhanden als winzige lanzettliche Kelchzähne. Die meist weißen, seltener roten bis purpurfarbenen und selten gelben Kronblätter sind kahl oder auf der Unterseite behaart, verkehrt-eirund mit ausgerandetem oberen Ende und sie haben ein eingeschlagenes Läppchen. Das Griffelpolster ist dick kissenförmig bis mehr oder weniger hoch kegelförmig. Der Griffel endet in einer nahezu kopfigen Narbe. Der Griffel ist zuletzt mehrmals länger als das Griffelpolster und aufrecht abstehend bis zurückgebogen, aber nicht zurückgeschlagen.
Die Spaltfrucht ist eine herzförmig-eiförmige oder länglich-eiförmige, eirunde, an den Seiten wenig zusammengezogene Doppelachäne. Die Doppelachäne ist kahl oder unterschiedlich behaart. Es sind fünf dünne Rippen vorhanden, die manchmal durch das Indument verdeckt sind. Die auf der Berührungsfläche ziemlich flache Kernmasse ist höckerartig gewölbt. Der freie Fruchthalter (Karpophor) ist zweispaltig und bis zur Mitte oder fast bis zum Grund zweiteilig.
Die Gattung Pimpinella wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 263 aufgestellt.
Die etwa 150 Arten sind hauptsächlich in Eurasien und Afrika verbreitet. Etwa 16 Arten kommen in Europa vor.






Die Gattung Pimpinella umfasst rund 150 Arten. Hier eine Auswahl: