Birgit Laubach

Birgit Laubach (2013)

Birgit Laubach (* 17. März 1949 in Wiesbaden; † 9. Januar 2026 in Berlin) war eine deutsche Rechtsanwältin und Publizistin.

Werdegang

Nach dem Abitur studierte Birgit Laubach Rechtswissenschaften, Psychologie und Philosophie an den Universitäten Mainz, Genf und Heidelberg. Im Zentrum ihrer Dissertation stand das Thema Europäische Bürgerrechte für Ausländer und Ausländerinnen. Die Promotion erfolgte an der Universität Bielefeld.

1972 begann Laubach mit einer Tätigkeit als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Frankfurt am Main. Seit 1976 war sie als Rechtsanwältin tätig.

1984 war Laubach für die erste Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bereich der Frauenpolitik als Beraterin tätig.

Ab 1998 war Birgit Laubach Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (UKPV).

In den Jahren von 1990 bis 2002 war Laubach Justitiarin der ostdeutschen Bundestagsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen sowie seit 1994 Justitiarin und stellvertretende Fraktionsgeschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Birgit Laubach war Mitautorin des Antidiskriminierungsgesetzes und später des Einwanderungsgesetzes.

Zentrale der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin-Mitte, Schumannstr. 8 (Westseite)

In den Jahren von 2002 bis 2013 war Birgit Laubach Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung und hat die Vorläuferstiftung, die „alte“ Heinrich-Böll-Stiftung mit Sitz in Köln, mit begründet. Sie hatte maßgeblichen Anteil an der Errichtung des 2008 eingeweihten Hauses der Heinrich-Böll-Stiftung in der Schumannstraße 8 in Berlin.

Birgit Laubach war Mitgründerin und bis 2024 Geschäftsführerin der elbarlament GmbH („Elbarlament - Kulturen der Demokratie“), einer Beratungsgesellschaft für private und öffentliche Akteure (u. a. Regierungen, Parlamenten und Zivilgesellschaften).

Aktivitäten

Birgit Laubach setzte sich seit vielen Jahren für Toleranz und die Gleichberechtigung in der Gesellschaft ein. Seit der Errichtung der TuWas – Stiftung für Gemeinsinn am 13. Juni 2013 bis zum Jahr 2025 war sie ehrenamtlich deren Vorsitzende des Vorstands. Darüber hinaus war Birgit Laubach bis zur Auflösung der Stiftung im Jahr 2025 Vorstandsvorsitzende der Stiftung Frauen in Europa.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Commons: Birgit Laubach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Dr. Birgit Laubach. In: Die Tageszeitung: taz. 24. Januar 2026, ISSN 1434-4459, S. 5 (Traueranzeige der Familie).
  2. ↑ Stiftung Frauen in Europa. Abgerufen am 15. Januar 2026.
  3. 1 2 Birgit Laubach: Die Quote ist kein Lobbyismus, sondern eine Frage der Demokratie: Quote. Punkt. Aus. In: Die Tageszeitung: taz. 17. Oktober 1998, ISSN 0931-9085, S. 12 (taz.de [abgerufen am 27. November 2019]).
  4. 1 2 3 4 Dr. Birgit Laubach. Geschäftsführerin der Stiftung bis 2013. In: www.boell.de. Archiviert vom Original am 27. November 2019; abgerufen am 27. November 2019.
  5. ↑ Dr. Birgit Laubach, Founder and Managing Director. Abgerufen am 30. November 2019 (britisches Englisch).
  6. 1 2 Dr. Birgit Laubach. In: www.stiftung-frauenineuropa.de. Abgerufen am 1. Dezember 2019.
  7. ↑ Deutscher Bundestag: Drucksache 16/2466. Personelle Zusammensetzung der Unabhängigen Kommission. In: dserver.bundestag.de. 4. August 2006, abgerufen am 15. Januar 2026.
  8. ↑ Anne Klein, Gabriele Volmary: Vorläufiger Entwurf eines Antidiskriminierungs-Gesetzes. Veränd. u. überarb. Fassung Auflage. Bundes-AG Frauen d. Grünen c/o d. Grünen, Bonn 1986 (dnb.de [abgerufen am 12. März 2026]).
  9. ↑ Dr. Birgit Laubach. In: Die Tageszeitung: taz. 24. Januar 2026, ISSN 1434-4459, S. 6 (Traueranzeige der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).
  10. ↑ Wir nehmen Abschied von Dr. Birgit Laubach. Abgerufen am 2. Februar 2026.
  11. ↑ OpenStreetMap-Link zum Gebäude der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) in Berlin-Mitte, Schumannstr. 8. In: www.openstreetmap.org. OpenStreetMap, 2026, abgerufen am 23. Februar 2026.
  12. 1 2 3 Politische Leidenschaft und Wille zur Veränderung. In: www.boell.de. Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 23. Februar 2026.
  13. ↑ Team & Experts. Archiviert vom Original am 8. August 2020; abgerufen am 1. Dezember 2019 (britisches Englisch).
  14. ↑ What we do. Archiviert vom Original am 8. August 2020; abgerufen am 1. Dezember 2019 (britisches Englisch).
  15. ↑ In Memoriam: Dr. Birgit Laubach, Co-founder of elbarlament - elbarlament.org - cultures of democracy. 15. Januar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026 (britisches Englisch).
  16. ↑ Birgit Laubach: Die Gesellschaft hat das Recht, ein religiöses Toleranzgebot zu verlangen. Sie muß aber ebenso die individuellen Rechte sicherstellen: Wenn aus dem Kopftuch Unrecht wird. In: Die Tageszeitung: taz. 3. August 1998, ISSN 0931-9085, S. 10 (taz.de [abgerufen am 27. November 2019]).
  17. ↑ Birgit Laubach: Die Frau als Citoyenne. In: Die Tageszeitung: taz. 15. Oktober 1990, ISSN 0931-9085, S. 10 (taz.de [abgerufen am 27. November 2019]).
  18. ↑ Impressum | TuWas – Stiftung für Gemeinsinn. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2019; abgerufen am 1. Dezember 2019 (deutsch).
  19. ↑ Impressum | Stiftung Frauen in Europa. Archiviert vom Original am 21. Dezember 2019; abgerufen am 1. Dezember 2019 (deutsch).
  20. ↑ Die Frau als Citoyenne - Für eine Frauen- und eine Männerkammer. In: d-nb.info. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 25. Februar 2026.
Personendaten
NAME Laubach, Birgit
KURZBESCHREIBUNG deutsche Rechtsanwältin und Publizistin
GEBURTSDATUM 17. März 1949
GEBURTSORT Wiesbaden
STERBEDATUM 9. Januar 2026
STERBEORT Berlin