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Staatsoberhäupter · Wahlen · Nekrolog · Literaturjahr · Musikjahr · Filmjahr · Rundfunkjahr · Sportjahr
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1949 | |
|---|---|
| 1949 in anderen Kalendern | |
|---|---|
| Ab urbe condita | 2702 |
| Armenischer Kalender | 1397–1398 |
| Äthiopischer Kalender | 1941–1942 |
| Badi-Kalender | 105–106 |
| Bengalischer Kalender | 1355–1356 |
| Berber-Kalender | 2899 |
| Buddhistischer Kalender | 2493 |
| Burmesischer Kalender | 1311 |
| Byzantinischer Kalender | 7457–7458 |
| Chinesischer Kalender | |
| – Ära | 4645–4646 oder 4585–4586 |
| – 60-Jahre-Zyklus |
Erde-Ratte (戊子,
25)– |
| Französischer Revolutionskalender |
CLVII–CLVIII 157–158 |
| Hindu-Kalender | |
| – Vikram Sambat | 2005–2006 |
| – Shaka Samvat | 1871–1872 |
| Iranischer Kalender | 1327–1328 |
| Islamischer Kalender | 1368–1369 |
| Japanischer Kalender | |
| – Nengō (Ära): | Shōwa 24 |
| – Kōki | 2609 |
| Jüdischer Kalender | 5709–5710 |
| Koptischer Kalender | 1665–1666 |
| Koreanischer Kalender | |
| – Dangun-Ära | 4282 |
| – Juche-Ära | 38 |
| Minguo-Kalender | 38 |
| Olympiade der Neuzeit | XIV |
| Seleukidischer Kalender | 2260–2261 |
| Thai-Solar-Kalender | 2492 |
Im Jahr 1949 stehen vor allem die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie die Proklamation der Volksrepublik China im Mittelpunkt des Weltgeschehens.
Die Bildung internationaler Zusammenschlüsse setzt die Vertiefung der Spaltung Europas fort. Zwölf Länder unterzeichnen im April den NATO-Vertrag und gründen so das militärische Verteidigungssbündnis NATO. Daneben wird der Europarat als politische Dachorganisation der westeuropäischen Staaten mit Sitz in Straßburg gegründet. In Osteuropa entsteht als Wirtschaftsbündnis der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, auch Comecon genannt.

Die Gründungsphase der beiden deutschen Staaten wird begleitet von der Krise um West-Berlin, das mit Hilfe der Berliner Luftbrücke durch die West-Alliierten der Berlin-Blockade trotzt. Die Berlin-Frage spielt auch bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat eine wesentliche Rolle, da die deutschen Väter und Mütter des Grundgesetzes Berlin gerne den Status eines gleichberechtigten Bundeslandes der Bundesrepublik zugestehen wollen. Die Alliierten bestehen jedoch auf ihren Vorrechten, zu denen auch der Viermächte-Status Berlins gehört, sodass etwa die von Berlin entsandten Bundestagsabgeordneten nicht an der bundesdeutschen Gesetzgebung mitwirken dürfen. Auch in Fragen der Außenvertretung, der Demontagen und der Ruhrkontrolle sieht das Besatzungsstatut Einspruchsrechte der Alliierten vor. Als die Sowjetunion erkennt, dass die Berlin-Blockade nicht zum Erfolg führt, wird diese nach fast einem Jahr aufgegeben.
Am 12. Mai 1949 genehmigen die drei westlichen Militärgouverneure das Grundgesetz. Im Oktober wird die DDR gegründet. Die westliche Welt verweigert der DDR die Anerkennung (siehe auch Hallstein-Doktrin).
Während die Blöcke sich in der Deutschlandfrage unversöhnlich gegenüberstehen, sorgen die Außenministerkonferenzen der vier Siegermächte in der Frage einer Regelung für Österreich für Fortschritte; hier werden die Grundzüge des späteren Friedensvertrags bereits 1949 ausgehandelt.
Bei der Parlamentswahl am 15. Mai 1949, einer Scheinwahl, erhält die Einheitsliste der Partei der Ungarischen Werktätigen 95,6 % Ja-Stimmen. Am 20. August 1949 tritt eine neue Verfassung in Kraft, die der sowjetischen Verfassung von 1936 nachempfunden ist. Damit wird aus Ungarn ein Arbeiter-und-Bauern-Staat, die Gewaltenteilung wird aufgehoben und ein 21-köpfiger Präsidialrat als kollektives Staatsoberhaupt eingeführt, der zwischen den Sitzungen des Parlaments dessen Befugnisse hat. Mátyás Rákosi und sein Regime praktizieren einen stalinistischen Kurs. Die politische Polizei verbreitet eine Atmosphäre des Terrors und betreibt zahlreiche Schauprozessen gegen politische Gegner, darunter gegen Kardinal Mindszenty. Diesen Prozessen fallen auch kommunistische Parteimitglieder und Mitglieder der Regierung zum Opfer, so etwa der im Oktober 1949 hingerichtete frühere Außenminister László Rajk.
Eine Sonderrolle spielt Jugoslawien, das sich zwar als sozialistischer Staat versteht, sich aber eine Eigenständigkeit gegenüber dem Ostblock bewahrt, der daraufhin die Tito-Regierung politisch wie wirtschaftlich ausgrenzt.
In Griechenland führt der Bürgerkrieg zur Niederlage der kommunistischen Verbände, die sich ins Exil begeben müssen.
Im Nahen Osten kann sich das im Jahr zuvor gegründete Israel im Unabhängigkeitskrieg gegen seine arabischen Nachbarn behaupten und gegenüber dem ursprünglichen UN-Teilungsplan deutlich an Boden gewinnen; die Frontlinie verfestigt sich durch die Waffenstillstandsabkommen von 1949 als „Grüne Linie“ faktisch zur neuen Staatsgrenze, während der Gazastreifen und das Westjordanland von Ägypten bzw. Jordanien beansprucht werden. Ein schwieriges Erbe des Krieges bilden die hunderttausenden von vertriebenen Palästinensern, die seither überwiegend in Flüchtlingslagern in den Nachbarländern auf die Gründung eines eigenen Palästinenserstaates warten.
Anfang des Jahres einigen sich Indien und Pakistan im Kaschmir auf einen Waffenstillstand, wo eine Demarkationslinie den Status quo festschreibt. Am 26. November 1949 konstituiert sich Indien als Republik (→ Geschichte Indiens#Republik Indien, Verfassung Indiens).
In China gelingt der Volksbefreiungsarmee unter Mao Zedong im Bürgerkrieg gegen die nationalchinesischen Truppen des Chiang Kai-shek die entscheidende Endoffensive, die zunächst zur Einnahme Tianjins und Pekings im Norden und nach Überschreiten des Jangtsekiangs auch des Südens Chinas führt. Die nationalchinesische Regierung muss sich daher von Chongqing nach Taiwan zurückziehen, kann aber einige Inseln vor der Küste des Festlandes behaupten. Am 1. Oktober 1949 proklamiert Mao Zedong die Volksrepublik China und errichtet einen kommunistischen Staat.
In den USA tritt Harry S. Truman seine zweite Amtszeit als Präsident an. Die Erfolge der Kommunisten in China und die Zündung der ersten sowjetischen Atombombe sorgen für eine zunehmend antikommunistische Stimmung in den USA, die sich unter anderem in Angriffen des Senators MacCarthy gegen das Außenministerium äußert, das ihm zufolge kommunistisch unterwandert sei und die Preisgabe Chinas verschuldet habe. Echte und vermeintliche Sympathisanten der Kommunisten werden vor Untersuchungsausschüsse zitiert und bei Verdacht auf „unamerikanische“, also pro-kommunistische Aktivitäten müssen diese mit Repressalien rechnen.







Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe und in der Liste von Katastrophen aufgeführt.







































