Emma Kirkby

Emma Kirkby (2007)

Dame Emma Carolyn Kirkby, DBE (* 26. Februar 1949 in Camberley) ist eine britische Sängerin (Sopran). Kirkby ist eine Pionierin für die historische Aufführungspraxis der Alten Musik. Ihre Interpretationen der Madrigale von John Dowland und Claudio Monteverdi mit dem Consort of Musicke  gelten in der Alten Musik als Referenzaufnahmen.

Leben

Emma Kirkby ist eine von zwei Töchtern des britischen Marine-Offiziers Geoffrey John Kirkby und dessen Frau Daphne, geb. Spiller. 1968 begann Emma Kirkby ihr Studium der Altphilologie am Somerville College der University of Oxford und nahm zusätzlich Gesangsunterricht bei Jessica Cash. Danach arbeitete sie für eine kurze Zeit als Lehrerin. Zum Vergnügen sang sie in Chören und kleinen Gruppen. Dabei galt ihre Vorliebe der Renaissance- und Barockmusik.

1971 war sie Gründungsmitglied vom Taverner Choir und 1973 begann ihre lange Zugehörigkeit beim Consort of Musicke.

Ihr Debüt-Konzert hielt sie 1974 in London und spezialisierte sich dann auf historische Aufführungspraxis. Sie machte Aufnahmen mit dem Taverner Choir und der Academy of Ancient Music, zu einer Zeit, als es noch nicht üblich war, die Sopranstimme den Instrumenten Alter Musik anzupassen. Die weltweit gefragte Interpretin arbeitet zudem regelmäßig mit führenden Barock-Ensembles wie dem London Baroque, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und der Tafelmusik Toronto zusammen.

2007 wurde Emma Kirkby von Queen Elisabeth II. in den Ritterstand erhoben als „Dame Commander of the Order of the British Empire“ (DBE).

Im Laufe ihres bis heute aktiven Musikerlebens (2019) hat Kirkby mehr als hundert Platten- und CD-Aufnahmen eingespielt.

In den 1970er-Jahren war sie mit dem Dirigenten Andrew Parrott verheiratet, der auch der Gründer des Alte-Musik-Ensembles Taverner Choir, Consort and Players ist. Der Lautenist Anthony Rooley wurde in den 1980er-Jahren Kirkbys langjähriger Lebens- und Arbeitspartner und sie hat mit ihm einen Sohn.

Zitat

“Her uncommonly pure, crystalline voice, deployed with minimal vibrato, her natural declamation, agile coloratura and her sensitivity to words have been widely admired by interpreters of early, Renaissance and Baroque music and have served as a model for many specialists in this repertory.”

„Ihre ungewöhnlich reine, kristalline Stimme, eingesetzt mit minimalem Vibrato, ihre natürliche Deklamation, bewegliche Koloratur und ihr Feingefühl für Worte wurden von Interpreten der Früh-, Renaissance- und Barockmusik weithin bewundert und dienten vielen Spezialisten dieses Repertoires als Vorbild.“

– The Grove Book of Opera Singers, 2008.

Diskografie (Auswahl)

– Erscheinungsjahr letzte Zahlenangabe –

Auszeichnungen

Commons: Emma Kirkby – Sammlung von Bildern

Gespräche

Einzelnachweise

  1. ↑ Emma Kirkby (Soprano) - Short Biography. Abgerufen am 2. Juni 2025.
  2. ↑ Gerhard Dietel: Allerfeinste Musik aus dem Barock. (Memento des Originals vom 25. Februar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Mittelbayerische Zeitung, 23. Juli 2011.
  3. ↑ Rainer Elstner: Emma Kirkby und das Bach Consort Wien gastieren im Palais Eschenbach. Die Primadonna der Alten Musik. In: Wiener Zeitung, 2. Juli 2003: „Geläufigkeit von instrumentaler Präzision, schlankes, klares Timbre – der Sopran von Emma Kirkby hat die Art und Weise, wie Barock-Musik zu singen ist, revolutioniert. 1973 stößt sie zum Consort of Musicke, dessen Aufnahmen für Decca heute Klassiker der Originalklang-Interpretation sind.“
  4. ↑ Doris Blaich: Der Sopranistin Emma Kirkby zum 70. Geburtstag. (Memento des Originals vom 24. Februar 2019 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: SWR 2, 24. Februar 2019.
  5. ↑ A. B. Sainsbury: Obituary: Captain Geoffrey Kirkby. In: The Independent, 1. Dezember 1998.
  6. ↑ Jürgen Gräßer: Musik in fränkischen Schlössern: Emma Kirkby & London Baroque. In: art5drei.de, 27. Juli 2015.
  7. ↑ Martin Schramm: Die Sopranistin Emma Kirkby. Prima Donna – einmal anders. (Memento des Originals vom 26. Februar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Fono Forum, Juli 1996, (PDF; 5,02 MB), S. 24–27.
  8. 1 2 3 4 5 Ben Rayfield: Emma Kirkby • Soprano. In: rayfieldallied.com, 29. Januar 2019, (PDF; 421 kB).
  9. ↑ Christopher Hogwood: Emma Kirkby finally created a 'Dame'! In: hogwood.org, 10. Juli 2007.
  10. ↑ Pamela Margles: Emma Kirkby: On Behalf of the Music. In: The Whole Note, 30. Juni 2009: „Then, at Oxford, I sang in the choir at Merton College, because I had married Andrew Parrott, and he ran the Merton choir. It was heaven.“
  11. ↑ Lindsay Kemp: Icons – Emma Kirkby. In: Gramophone, 21. März 2016.
  12. ↑ Nicholas Anderson, Kirkby, Dame (Carolyn) Emma, in: Laura Macy (Hrsg.): The Grove Book of Opera Singers, Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-533765-5, S. 250; zitiert nach: Arie antiche • Emma Kirkby (performer). In: bibliotheek.be (englisch).
  13. ↑ Queen's Birthday Honours 2007. The full list of the Queen's Birthday Honours. In: Birmingham Post, 15. Juni 2007, aufgerufen am 24. Februar 2019.
  14. ↑ Pressemitteilung: The Queen’s Medal For Music 2010. (Memento vom 15. Februar 2012 im Internet Archive). In: The official website of The British Monarchy, 21. Januar 2011, archivierte Pressemitteilung.