Birgit Sack (* 1965) ist eine deutsche Historikerin und Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört politischer Katholizismus, Frauen- und Geschlechtergeschichte, politische Strafjustiz in der NS-Zeit und der DDR, Widerstand und die Rezeption des Widerstands.
Birgit Sack studierte Neuere und Neueste Geschichte, neuere deutsche Literaturgeschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Freiburg im Breisgau. Dort wurde sie 1995 bei Heinrich August Winkler mit einer Arbeit zur katholischen Frauenbewegung und der politischen Kultur in der Weimarer Republik promoviert.
Von 1995 bis 1997 war sie als Projektmitarbeiterin am Sorbischen Institut in Bautzen tätig. Danach absolvierte sie ein Volontariat im Haus der Geschichte in Bonn. Seit 1999 leitet Birgit Sack die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden, in der Opfern politischer Strafjustiz aus verschiedenen Perioden der deutschen Geschichte gedacht wird. Ihre Untersuchungen zu Begräbnisplätzen von Hinrichtungsopfern der NS-Zeit führten beispielsweise zu neuen Erkenntnissen zur Belegung des Neuen katholischen Friedhofs in Dresden-Friedrichstadt. Im Jahr 2014 wurde sie für Verdienste um die polnisch-deutsche Aussöhnung mit dem Ehrenorden „Missio Reconciliationis“ der polnischen Versöhnungsmission ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sack, Birgit |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 1965 |