
Birgit Sander (* 17. Juni 1964 in Hannover als Birgit Doering) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Vorständin der Rudolf-August Oetker-Stiftung.
Birgit Sander studierte Kunstgeschichte, Geschichte und neuere deutsche Literaturwissenschaft in Bonn und Wien. 1994 wurde sie an der Universität Bonn mit einer Dissertation über das Thema „Die Avantgarde und das Plakat. Künstlerplakate vom Historismus bis zum Bauhaus“ bei Justus Müller Hofstede promoviert. Es folgte ein Volontariat am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und eine kurze Tätigkeit im Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte.
Ab 1996 war sie zunächst als wissenschaftliche Museumsassistentin und Ausstellungskuratorin, dann als Kustodin, im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf tätig. 2000 wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ausstellungskuratorin an das Museum Giersch in Frankfurt a. M. 2005 wurde sie dessen stellvertretende Leiterin, von 2020 bis 2022 leitete sie es als Direktorin. Seit 2022 ist Sander Vorständin der Rudolf-August Oetker-Stiftung sowie in Personalunion Geschäftsführerin der Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH.
Im Ehrenamt war Birgit Sander von 2014 bis 2021 stellvertretende Präsidentin der Polytechnischen Gesellschaft sowie stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Interimistisch bekleidete sie beide Ehrenämter von 2017 bis 2018 als Präsidentin bzw. Vorsitzende des Stiftungsrats.
Birgit Sander hat zahlreiche Publikationen verfasst und herausgegeben, insbesondere zur Plakatkunst, zum Kunstgewerbe und zu Themen der regionalen Kunst- und Kulturgeschichte des Rhein-Main-Gebiets.
Sie ist verheiratet mit dem Kunsthistoriker Jochen Sander.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sander, Birgit |
| ALTERNATIVNAMEN | Doering, Birgit (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kunsthistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 17. Juni 1964 |
| GEBURTSORT | Hannover |