Blasius Merrem

Blasius Merrem

Blasius Merrem (* 4. Februar 1761 in Bremen; † 23. Februar 1824 in Marburg) war ein deutscher Biologe.

Leben und Wirken

Der Kaufmanns-Sohn Merrem widmete sich zunächst besonders dem Studium der Sprachen (Arabisch, Latein, Griechisch). Nach seinem Eintritt in die Universität Göttingen 1778 wurde er Schüler von Johann Friedrich Blumenbach und begann sich für Zoologie allgemein und Ornithologie sowie Herpetologie im Besonderen zu interessieren. Er lehrte zuletzt als Professor an den Universitäten Duisburg und schließlich Marburg. Er war seit 1782 Assessor und seit 1785 korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Die Preußische Akademie der Wissenschaften nahm ihn 1812 als korrespondierendes Mitglied auf. Im Jahr 1820 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Der Mediziner Daniel Carl Theodor Merrem war sein Sohn.

Dedikationsnamen

Ampelis Merremii Lesson, RP, 1839 wird heute als Synonym zum Samtkotinga (Phoenicircus nigricollis Swainson, 1832) betrachtet. Johann Georg Wagler benannte 1824 die Waglers Haubennatter (Xenodon merremii) zu seinen Ehren. Maximilian zu Wied-Neuwied widmete ihm 1821 Coluber merremii die heute als Wasser-Goldbauchnatter-Unterart (Erythrolamprus miliaris merremi) betrachtet wird.

Werke

Literatur

Belege

  1. ↑ Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 166.
  2. ↑ Mitglieder – historisch: Blasius Merrem. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 29. November 2025.
  3. ↑ René Primevère Lesson (1839), S. 104.
  4. ↑ Johann Georg Wagler (1824), S. 47.
  5. ↑ Maximilian zu Wied-Neuwied (1821), S. 121.
  6. ↑ Neuerscheinungen über zwei wichtige Persönlichkeiten der Philipps-Universität im 19. und 20. Jahrhundert, abgerufen am 27. Mai 2015.