| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Blei(II)-hydroxid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Pb(OH)2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißes, amorphes Pulver | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 241,21 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
7,41 g·cm−3 | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
145 °C (Zersetzung) | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Blei(II)-hydroxid ist eine chemische Verbindung des Bleis aus der Gruppe der Hydroxide.
Eine chemische Verbindung „Pb(OH)2“ existiert laut übereinstimmenden Berichten wahrscheinlich nicht, stattdessen handelt es sich hierbei um hydratisierte Blei(II)-oxide PbO·x H2O (x < 1). Die Bezeichnung Blei(II)-hydroxid wird normalerweise synonym dafür verwendet.
Ein weißer Niederschlag von Blei(II)-hydroxid kann durch Reaktion einer Blei(II)-nitrat-Lösung mit Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid gewonnen werden.
Bei der Fällung aus carbonathaltigen Lösungen wird normalerweise basisches Bleicarbonat (PbCO3·2Pb(OH)2) als Produkt erhalten.
Bei vorsichtiger Hydrolyse von Blei(II)-acetat-Lösungen erhält man ein kristallines Produkt mit der Formel 6PbO·2H2O = Pb6O4(OH)4. Die Substanz besteht aus Clustern in Form eines Rhombendodekaeders, in denen die Blei(II)-Ionen oktaedrisch angeordnet sind und die Dreiecksflächen des Oktaeders von Oxid- und Hydroxid-Ionen überkappt werden.
Blei(II)-hydroxid ist ein weißes amorphes amphoteres Pulver, welches sich nur wenig in Wasser löst. Es dehydratisiert ab einer Temperatur von 130 °C und zersetzt sich ab 145 °C zu Blei(II)-oxid und Wasser.
Mit Kohlendioxid bildet es Blei(II)-carbonat
und mit Säuren deren Bleisalze: (Beispiel mit Schwefelsäure zu Blei(II)-sulfat)
Bei Auflösung in starken Alkalien löst es sich unter Bildung eines Hydroxo-Komplex-Ions [Pb(OH)3]− und der Bildung von Plumbaten.
Bleihydroxid wird zur Herstellung von porösem Glas sowie in Elektrolyten in verschlossenen Nickel-Cadmium-Batterien verwendet. Es wird weiterhin bei der Rückgewinnung von Uran aus Meerwasser und als Katalysator für die Oxidation von Cyclododecanol eingesetzt.