Eugen Block Holding

Eugen Block Holding GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1968
Sitz Hamburg, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Julian Pfitzner
  • Karl-Heinz Krämer
  • Michael Kafka
Mitarbeiterzahl 2690 (2023)
Umsatz 381,7 Mio. Euro (2023)
Branche Systemgastronomie, Lebensmittelherstellung, Hotellerie
Website www.block-gruppe.de
Stand: 31. Dezember 2023

Die Eugen Block Holding GmbH ist eine deutsche Holdinggesellschaft, die 1968 vom Hamburger Unternehmer Eugen Block ins Leben gerufen wurde und in den Bereichen Systemgastronomie, Hotellerie und Lebensmittelproduktion tätig ist. Bekanntestes Standbein des Unternehmens ist die Steakhaus-Kette Block House. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen unter anderen die Restaurantkette Jim Block und das Hotel Grand Elysée Hamburg.

Geschichte

Erstes Restaurant und Wachstum in Hamburg

Am 26. September 1968 gründete der Unternehmer Eugen Block in der Dorotheenstraße in Hamburg-Winterhude das erste „Block House“. Block wollte ursprünglich nicht in das Gastronomiegeschäft einsteigen, in welchem bereits sein Vater tätig war, wurde jedoch auf einer Amerikareise – speziell in einem Restaurant in San Francisco – dazu inspiriert, in Deutschland ebenfalls ein Steakhaus nach amerikanischem Vorbild zu eröffnen. In den 1970er Jahren lag der Geschäftsschwerpunkt in Hamburg, so wurden dort innerhalb der nächsten fünf Jahre fünf weitere Block-House-Restaurants eröffnet.

1973 entstand in der Flotowstraße am Osterbekkanal in Hamburg die Block-House-Fleischerei, welche ab diesem Zeitpunkt die Steakhäuser mit Rindfleisch belieferte. Im selben Jahr wurde mit dem „Jim’s“ das erste Hamburger-Schnellrestaurant der heutigen Jim Block Restaurantbetriebe GmbH eröffnet. Das Restaurant diente anfangs hauptsächlich dazu, die beim Zuschneiden der Steaks anfallenden Schnittreste der Fleischerei in Form von Hackfleisch weiterzuverwerten. Bis Ende der 1970er-Jahre eröffneten zwei weitere Jim’s-Burgerrestaurants in Hamburg. Während die Restaurantkette in den Gründerjahren unter dem Namen Jim Block Hamburger House GmbH betrieben wurde, lief die Kette später unter den Namen Jim’s, Jim’s Restaurant, Original Beef Market und Jim Beef. Im Jahr 2005 folgte schließlich die Umfirmierung zu Jim Block.

Gründung der Holding

Anfang der 1990er-Jahre begann Block House mittels Franchising im europäischen Markt zu expandieren. Das erste internationale Block-House-Restaurant wurde in Málaga in Spanien eröffnet. In Deutschland führte das Unternehmen kein Franchising-Konzept ein; alle Niederlassungen sind weiterhin Eigentum der Block House Restaurantbetriebe AG. 1993 kaufte Block ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück in Zarrentin am Schaalsee auf. Zwei Jahre später begann darauf auf einer Fläche von 3.600 Quadratmetern für die Block Menü GmbH die Produktion hausgemachter Menükomponenten. Der größte Produktionsbetrieb der Block Menü liegt noch immer in Zarrentin am Schaalsee.

1992 wandelte Block die Block House Restaurantbetriebe GmbH in eine Aktiengesellschaft um, deren Vorstandsvorsitzender immer noch er selbst war. Ab 1996 bündelte Eugen Block seine Aktivitäten unter einer neu gegründeten Holdinggesellschaft, zu der damals neun Unternehmen gehörten, die Eugen Block Holding GmbH.

Bereits 1988 hatte Block die Fluggesellschaft Hamburg Airlines gegründet. Da die Firma jedoch keine Gewinne erzielen konnte, wurde sie 1997 wieder stillgelegt. Die Eugen Block Holding ist weiterhin ihr Eigentümer.

Jahr Umsatzerlöse
(in Mio. €)
2014 270,43
2015 286,20
2016 293,94
2017 306,33
2018 307,63
2019 323,63
2020 236,57
2021 250,69
2022 340,48
2023 381,73

Unternehmensstruktur

Die Eugen Block Holding GmbH ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Hamburg. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 340,48 Mio. € und beschäftigte, verteilt auf alle Tochtergesellschaften, durchschnittlich 2.782 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Bereichen Gastronomie (Umsatz 2022: 155,0 Mio. €), Lebensmittelherstellung (Umsatz 2022: 151,6 Mio. €), und Hotellerie (Umsatz 2022: 32,3 Mio. €) aktiv. Der Konzern betreibt in Deutschland mehr als 50 Restaurants, zusätzlich weitere in Spanien, Portugal und Österreich.

Die Eugen Block Holding GmbH gehört zu größten Teilen noch ihrem Gründer Eugen Block. Unter anderem sind auch seine Kinder am Unternehmen beteiligt. Eugen Block hat insgesamt 24 Prozent der Unternehmensanteile an seine drei Kinder übergeben.

An folgenden Unternehmen, welche ihren Hauptsitz allesamt in Hamburg haben, ist die Eugen Block Holding zu 100 % beteiligt:

Gastronomie

Block-House-Restaurant in Hannover
Gasthaus Block in Harkebrügge

Lebensmittelherstellung

Aioli von Block Foods
BLOCK HOUSE
ZAUBER GEWÜRZSALZ

Hotellerie

Hotel Grand Elysée Hamburg

Auszeichnungen

Siehe auch

Commons: Eugen Block Holding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Eugen Block Holding GmbH: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.202 bis zum 31.12 2023. In: Bundesanzeiger, 3. Dezember 2025.
  2. ↑ Victoria Robertz: Block House: So machte Eugen Block aus der Steakhouse-Kette ein Millionen-Geschäft. In: Der Stern. 4. Januar 2024, abgerufen am 15. Juli 2024.
  3. 1 2 Das Eugen-Block-Imperium. In: Die Welt. 19. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2024.
  4. 1 2 Doris Banuscher: Ziel erreicht, Halleluja! 600 Gäste feiern 50 Jahre Block House. In: Welt am Sonntag. Nr. 39, 30. September 2018, S. 16.
  5. 1 2 Unternehmer der Woche: Steakhaus-Pionier Eugen Block baut auf eine gelungene Premiere als Hotelier auf. Per Bleistift hat sich Eugen Block vom Block House zum Elysee Hotel emporgerechnet. In: Handelsblatt. Nr. 68, 8. April 1994, S. k02.
  6. 1 2 3 4 5 Jens Meyer-Odewald: Erfahrungsschatz Eugen Block: 60 Jahre Erfolg mit Herz, Verstand und System. Die Unternehmerlegende gibt ihr Wissen weiter. 1. Auflage. KJM Buchverlag, Hamburg 2022, ISBN 978-3-96194-181-0.
  7. ↑ Jim Block feiert 40. Geburtstag. In: food-service.de. 2. April 2013, abgerufen am 14. Juli 2024.
  8. ↑ Matthias Kaufmann: Edel-Fastfood: Hamburger mit Kobe-Rind und Trüffeln. In: Manager Magazin. 24. August 2010, abgerufen am 14. Juli 2024.
  9. ↑ Johanna Zobel: Jim Block feiert 50. Geburtstag. In: Genuss Guide: Die Szene Hamburg. 10. November 2023, abgerufen am 17. Juli 2024.
  10. 1 2 Block House – Restaurantkette wächst. Lebensmittelgeschäft wird ausgebaut. In: Handelsblatt. Nr. 92, 13. Mai 1996, S. 17.
  11. ↑ Block House – Der Gang an die Börse ist nicht geplant. Umwandlung in die AG zur Zukunftssicherung. In: Handelsblatt. Nr. 151, 7. August 1992, S. 16.
  12. ↑ Block-House-Gruppe – Franchise in Spanien. Block bastelt an Holding. In: Handelsblatt. Nr. 16, 23. Januar 1996, S. 12.
  13. ↑ Anna Marohn: Eugen Block: Der ewige Gründer. In: Zeit Online. 16. April 2015, abgerufen am 14. Juli 2024.
  14. 1 2 Eugen Block Holding GmbH, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015, veröffentlicht im Bundesanzeiger
  15. 1 2 Eugen Block Holding GmbH, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017, veröffentlicht im Bundesanzeiger
  16. 1 2 Eugen Block Holding GmbH, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019, veröffentlicht im Bundesanzeiger
  17. 1 2 3 4 5 6 7 Eugen Block Holding GmbH: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12 2022. In: Bundesanzeiger, 5. Februar 2024.
  18. ↑ Ole Figlestahler: Neues Steakhaus am Rudolfplatz. In: Kölnische Rundschau. 5. November 2022, S. 30.
  19. ↑ Boris Tomic: Neueröffnung: Block House Nummer 58. In: Food-service. 17. November 2023, abgerufen am 16. Juli 2024.
  20. 1 2 3 4 5 6 Zahlen & Fakten. In: Eugen Block Holding GmbH. 2024, abgerufen am 16. Juli 2024.
  21. ↑ Hamburg: Bieranstich im Blockbräu. In: food-service.de. 2. April 2012.
  22. ↑ Jörg Schürmeyer: Zukunft für Mr. Steak bleibt rosig. In: Nordwest-Zeitung. 21. November 2015, abgerufen am 14. Juli 2024.
  23. ↑ Daniela Stürmlinger: Patriarch Eugen Block – Porträt eines Getriebenen. In: Hamburger Abendblatt. 8. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2024.
  24. ↑ Block House will die Supermärkte erobern. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 295, 19. Dezember 2018, S. 21.
  25. ↑ Silke Liebig-Braunholz: Block House: Maßarbeit am Fleischstück. In: fleischwirtschaft.de. 6. November 2018, abgerufen am 14. Juli 2024.
  26. ↑ Beat Balzli: Block-Gruppe-Chef Bülow: „95 Prozent unserer Rinder kommen aus Südamerika“. In: Wirtschaftswoche. 2. Dezember 2022, abgerufen am 16. Juli 2024.
  27. ↑ Hanna-Lotte Mikuteit: Hamburg-Poppenbüttel: Block House prüft Einstieg in Einzelhandel. In: Hamburger Abendblatt. 30. November 2020, abgerufen am 14. Juli 2024.
  28. ↑ Grand Elysee Hamburg: Block-Hotel investierte 21 Millionen Euro seit 2014. In: Food-service. 3. September 2018, abgerufen am 16. Juli 2024.
  29. ↑ Fischhaus am Schaalsee. In: dfv Mediengruppe. 20. September 2008, abgerufen am 16. Juli 2024.
  30. ↑ Heiner Schmidt: Drei Sterne am See: Eugen Block eröffnet neues Hotel. In: Hamburger Abendblatt. 24. November 2023, abgerufen am 17. Juli 2024.
  31. ↑ Kreativen Köchen zur Seite stehen. In: Schweriner Volkszeitung. 3. November 2004, S. 16.
  32. ↑ Preis für das Block House-Rinderaufzuchtprogramm. In: foodactive.de. Abgerufen am 16. Juli 2024.
  33. ↑ OC&C Systemgastronomie-Index 2019. OC&C Strategy Consultants (occstrategy.com [PDF; abgerufen am 14. Juli 2024]).