Boldt & Frings war eine Düsseldorfer Architektengemeinschaft in der Epoche des Historismus, zu der sich die beiden Architekten August Boldt und Josef Frings zusammenschlossen.


Das Büro entwarf Pläne zu Bauten hauptsächlich in Düsseldorf, aber auch in anderen Orten. Der Architekt Hermann vom Endt (1861–1939) war zeitweise bei ihnen tätig. Auf dem „Millionenhügel“ des Düsseldorfer Nordfriedhofs erinnert ein aufwändiges Grabmal an die beiden Düsseldorfer Architekten und ihre Familien.
Das Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf erwähnt für die Jahre 1878, 1886, 1892 und 1894 Boldt, August Architekt … Firma: Boldt & Frings, Leopoldstr. 9 bzw. für die Jahre 1888 und 1890 Boldt und Frings. Anfang 1893 firmierte Boldt & Frings (August Boldt u. Josef Frings) mit dem Baugeschäft und einer Dampfziegelei, Hofgartenstraße 9, Telefonnummer 88 für das Baugeschäft, Telefonnummer 89 für die Dampfziegelei. Boldt & Frings betrieben zwei Ringofen-Ziegeleien, eine unter der Anschrift Mörsenbroich 94 und 94a am Kittelbach gelegen, die zweite im heutigen Unterrath.
Im Dezember 1882 stürzte ein im Bau befindliches Haus an der Ecke Neußer Straße / Lorettostraße wegen nachlässig ausgeführten Mauerwerks teilweise ein (offenbar ohne Personenschaden); im November des Folgejahrs kam es deswegen zu einer Gerichtsverhandlung, in der die strafrechtliche Schuld von Boldt, Frings und Maurermeister Görtz festgestellt wurde. Mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Frings „bereits zweimal wegen fahrlässiger Bauführung bestraft“ worden sei, verhängte das Gericht Geldstrafen: für Boldt 200 Mark, für Frings 500 Mark und für Görtz 30 Mark. Eine negative Wirkung für ihr Ansehen und den Fortgang ihrer Geschäfte ist jedoch nicht zu belegen.
Mit der Herstellung von Ton-, Ziegel- und feuerfesten Waren aller Art konnten Boldt & Frings Mietwohnhäuser in Eigenregie bauen, verwalten, vermieten oder veräußern. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Firma Boldt & Frings ihren Sitz im Haus Uhlandstraße 14, so auch die Anschrift des Architekten Otto Frings. Die am 30. September 1899 gegründete Düsseldorfer Thon- und Ziegelwerke AG übernahm die Geschäfte von Boldt & Frings samt aller Immobilien (mit zusammen über 31 Hektar Fläche) und Mobilien zum Kaufpreis von 1.355.871 Mark; Anfang 1900 und noch 1914 hatte die Aktiengesellschaft ihren Sitz im Haus Collenbachstraße 2; 1914 war Otto Frings Vorsitzender des Aufsichtsrats.