Bolt-Variablen dienen in der Informatik zur Abstimmung des konkurrierenden Zugriffs auf Betriebsmittel. Der Unterschied zum häufig verwendeten Semaphor besteht darin, dass die Bolt-Variable drei statt zwei Zustände annehmen kann und damit eine flexiblere Reservierung von Ressourcen ermöglicht, beispielsweise durch Realisierung eines Read-Write-Locks. Der Name ist vom englischen Wort bolt (Riegel) abgeleitet.
Bolt-Variablen werden bei der Programmierung zur Prozesssynchronisation eingesetzt, also zur Lösung von Aufgaben, bei denen die parallele Ausführung mehrerer Prozesse oder Threads eine zeitliche Abstimmung der Ausführungen erfordert. Sie beschreiben den Belegungszustand eines Betriebsmittels. Dabei werden drei Zustände unterschieden:
Regeln zur Belegung:
In Mainframe-Betriebssystemen wie z. B. z/OS von IBM stehen diese Dienste unter anderen Namen zur Verfügung. Dort wird die Bezeichnung Enqueue / Dequeue mit 'shared'- oder 'exclusive'-Option verwendet.
HTW Dresden Vorlesung Betriebssysteme II Thema 2: Synchronisation. (PDF; 193 kB) Abgerufen am 2. September 2011 (bes. S. 28f).