| Bonefro | ||
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| Staat | Italien | |
| Region | Molise | |
| Provinz | Campobasso (CB) | |
| Koordinaten | 41° 42′ N, 14° 56′ O | |
| Höhe | 640 m s.l.m. | |
| Fläche | 31,1 km² | |
| Einwohner | 1.128 (31. Dez. 2025) | |
| Postleitzahl | 86041 | |
| Vorwahl | 0874 | |
| ISTAT-Nummer | 070004 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Bonefrani | |
| Schutzpatron | Nikolaus von Myra (9. Mai) | |
| Website | Bonefro | |
Bonefro ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 1128 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) in der Provinz Campobasso in der Region Molise. Die Gemeinde liegt etwa 27,5 Kilometer nordöstlich von Campobasso.

Im Mittelalter gehörte Bonefro zur Grafschaft Larino, die ihrerseits zum Herzogtum Benevent gehörte. Die Burg (Castello Bonefro) mit ihren vier zylindrischen Türmen stammt vermutlich aus der Mitte des 10. Jahrhunderts, wurde noch im langobardischen Stil angelegt und in normannischer Zeit ausgebaut. Sie zeigt schwäbische Merkmale sowie in einzelnen Bauelementen Parallelen zum Castel del Monte. Sie erhebt sich im oberen Teil eines Felssporns am Eingang zur „Terra Vecchia“ (italienisch: altes Gebiet) genannten Altstadt.
Auf demselben Felssporn bauten die Bürger von Bonefro im 12./13. Jahrhundert die romanische Pfarrkirche Santa Maria delle Rose (Unsere Liebe Frau von den Rosen). Giovanni Andrea Tria (1676–1761), Bischof von Larino, ließ die Kirche 1731 im barocken Stil neu gestalten.
Bei der Volkszählung 1951 hatte Bonefro noch mehr als 5.000 Einwohner. Seither ist die Stadt von einer anhaltenden Entvölkerung betroffen.

Neben den Straßen, Gassen und Plätzen der Altstadt, der Burg und der Pfarrkirche birgt die kleine Stadt weitere Sehenswürdigkeiten, darunter das Rathaus und die Kirche San Nicola mit einer der italienischen größten Sonnenuhren an der Fassade.
1716 gründeten Franziskaner-Konventualen das Kloster Santa Maria delle Grazie. Sehenswert ist die Klosterkirche. Der Konvent bestand bis 1809, als es im Zuge der Schließung der Klöster im Königreich Italien, einem von Frankreich beherrschten Marionettenstaat, gewaltsam aufgelöst wurden. Danach dienten die Klostergebäude als Kaserne, als Gefängnis und als Schule. Heute ist darin das Museum zur Stadtgeschichte und Volkskunde untergebracht. Außerdem richtete Christiane Barckhausen in einer einstigen Mönchszelle dort das Archivio Tina Modotti ein, das an Leben und Wirken von Tina Modotti erinnert.