Das Dorf liegt an der Staatsgrenze zu Burkina Faso und am linken Ufer des Flusses Goroubi. Es befindet sich etwa 39 Kilometer westlich des Hauptorts Makalondi der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Torodi in der Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Boni zählt Koguel im Norden.
Es herrscht das Klima der Sudanzone vor, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 600 und 700mm.
Geschichte
Boni nahm im März 2019 Flüchtlinge aus Burkina Faso auf. Die grenznahe Gegend um die Dörfer Boni und Kiki geriet Anfang 2021 in den Fokus bewaffneter Gruppen, die für gegen die Zivilbevölkerung gerichtete Morddrohungen und Sachbeschädigungen verantwortlich waren. Beim Versuch, einen mutmaßlich von Terroristen gelegten Sprengsatz zu entschärfen, starben in Boni am 27. Mai 2021 drei Angehörige der Streitkräfte Nigers. Im Mai 2021 flohen geschätzt 560 Personen aus 80 Haushalten aus den Siedlungen Boni, Allaréni, Bomanga, Djayel, Tangounga, Tchambouli, Tchangati und Tombolé Pabalouri vor der Gewalt in den Gemeindehauptort Makalondi. Dort kamen sie bei Gastfamilien oder in selbst errichteten Hütten am Ortsrand unter. Am 31. Juli 2021 geriet in Boni ein Militärkonvoi in einen terroristischen Hinterhalt. Dabei wurden 18 Soldaten und ein Zivilist getötet.
Eine Militärpatrouille zwischen dem Dorf und dem Departementshauptort Torodi wurde im August 2023 attackiert, wobei 17 Soldaten starben und 20 weitere verwundet wurden. Bei einem Terrorangriff am 20. Mai 2024 wurden in Boni mindestens sieben Soldaten und etwa zehn Terroristen getötet, ferner zwei Soldaten und ein Zivilist verwundet. Die Extremistengruppe Dschamāʿat Nusrat al-Islām wa-l-Muslimīn reklamierte diesen Angriff für sich.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Boni 627 Einwohner, die in 63 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 413 in 44 Haushalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Boni liegt an einer markierten und gesicherten Transhumanz-Route der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft, die aus Tolba kommend nach Burkina Faso führt. Der inoffizielle Grenzübergang bei Boni wird von Schmugglern und Migranten ohne gültige Reisedokumente genutzt.
↑Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 21.Oktober 2023]).
↑Niger DSS.In:Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS).Ministère de la Santé Publique, République du Niger,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am8.Januar 2023;abgerufen am 29.Oktober 2020(französisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/snisnet.net