Book of Family Affairs

Book of Family Affairs
Studioalbum von Patrick Bebelaar, Herbert Joos und Günter Lenz

Veröffent-
lichung

2013

Aufnahme

12. August 2013

Label(s)

HGBS

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz,

Titel (Anzahl)

8

Länge

47:12

Besetzung

Produktion

Friedhelm Schulz

Studio(s)

MPS-Studio, Villingen

Book of Family Affairs ist ein Musikalbum von Patrick Bebelaar, Herbert Joos und Günter Lenz. Die am 12. August 2013 im MPS-Studio, Villingen, entstandenen Aufnahmen erschienen 2013 auf dem Label HGBS Musikproduktion von Hans Georg Brunner-Schwer.

Hintergrund

Der Pianist Patrick Bebelaar und der Trompeter Herbert Joos hatten seit den späten 1990er-Jahren in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet; 2004 entstand das Duoalbum The Beauty of Darkness (DML). Daraus hervor ging das Trio mit dem Bassisten Günter Lenz, das vor der Aufnahme des Albums mehrere Jahre gemeinsam auftrat.

Titelliste

  1. Mother and Son (Patrick Bebelaar) 7:17
  2. Natuschkas Song (Patrick Bebelaar) 5:13
  3. Song for Thelonius (Herbert Joos) 5:08
  4. Sharp Structure (Günter Lenz) 2:50
  5. Love Song (Herbert Joos) 6:56
  6. Tango (Patrick Bebelaar) 7:23
  7. Requiem for W. W. (Günter Lenz) 4:38
  8. My Reflection in Your Eyes (Patrick Bebelaar) 6:47

Rezeption

Diese Formation würde sich (laut Titel des Albums) gerne als Familie verstehen, „als eine, die geprägt sei von der absoluten Freiheit ihrer Mitglieder, die ihre Eigenarten und Marotten in Respekt und gemeinsamer Suche ausleben dürften bzw. sollten“, meint Thomas Fitterling in Rondo. Der [2013] 75-jährige Bassist Günter Lenz sei einst „schalkhafter Motor“ des legendären Albert-Mangelsdorff-Quintetts gewesen, bevor er ein Pionier des Fusion Jazz und schließlich ein Bigband-Spezialist wurde; der knapp 74-jährige Herbert Joos wiederum habe zu den frühen Vertretern des Free Jazz gehört und sei dann als ein Virtuose, der über die gesamte Bandbreite der Jazzstilistik verfügt, zu einem beseelten Balladeninterpreten beim Vienna Art Orchestra geworden; der dreißig Jahre jüngere Patrick Bebelaar schließlich mache sich hier einen Namen als Pianist, „der spätromantische Virtuosität mit der aktuellen Jazzklavierentwicklung verbindet“. All diese Erfahrungen würden in das Programm des Albums einfließen, das weitgehend von reflektiven, ja melancholischen Momenten geprägt sei. Es gebe da „manch aufjubelnd Pianistisches“ und viel aus der gestopften Trompete Gehauchtes. „Respektvolles Aufeinander-warten-Können und verständnisvolle Antworten auf dem Punkt“ würden das ungeheuer plastisch aufgenommene Geschehen prägen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Bebelaar, Joos, Lenz – Book of Family Affairs. In: Discogs. Abgerufen am 30. Juni 2026 (englisch).
  2. ↑ Thomas Fitterling: Book Of Family Affairs - Patrick Bebelaar, Herbert Joos, Günter Lenz. In: Rondo. 2. August 2013, abgerufen am 30. Juni 2026.