Eine Bramme ist ein Halbzeug aus gegossenem Stahl, Aluminium oder Kupfer, dessen Breite und Länge ein Mehrfaches seiner Dicke beträgt. Brammen werden durch Gießen und ggf. anschließendes Walzen hergestellt und dienen oft als Vormaterial für Bänder und Bleche.

Stranggussbrammen werden durch kontinuierliches Gießen in einer bodenlosen wassergekühlten Kokille hergestellt. Für alle dafür geeigneten Sortimente ist Stranggießen die bevorzugte Herstellmethode.
Die ursprüngliche, heute nur noch für spezielle Werkstoffe angewendete Methode der Brammenherstellung ist das Gießen im fallenden oder steigenden Guss in stehende Kokillen. Die gegossenen Brammen haben eine konische Form, um sie aus der Kokille entfernen („strippen“) zu können. Anschließend können diese Brammen durch Walzen in Block- bzw. Brammenwalzwerken in eine prismatische Form überführt werden, die Walzbrammen.
Die Dimensionen einer Bramme richten sich nach dem Fertigungsverfahren und den Abmessungen des gewünschten Produkts.
Im Ruhrgebiet wurden zwei als Bramme bezeichnete Objekte als rohe und minimalistisch-massive Skulpturen und Industriedenkmal aufgestellt, nämlich die Bramme für das Ruhrgebiet auf der Schurenbachhalde in Essen und Rheinorange an der Mündung der Ruhr in den Rhein bei Duisburg.