Brian Larkins

Brian Allen Larkins (* 12. August 1946 in Belleville, Kansas; † 19. Januar 2025 in Tucson, Arizona) war ein US-amerikanischer Molekularbiologe. In einem Nachruf der University of Nebraska-Lincoln hieß es, seine Forschungsarbeiten führten „zum Entstehen des Fachgebiets der pflanzlichen Molekulargenetik und deren Anwendung zur Verbesserung landwirtschaftlicher Nutzpflanzen.“

Ausbildung und Forschung

Brian Larkins wuchs mit seinen sechs Geschwistern und seinen Eltern Jean und Ethel Larkins auf deren Farm in dem kleinen Dorf Chester in Nebraska auf. Er besuchte nach der örtlichen Grundschule die High School in York bis 1964 und studierte danach Biologie mit Schwerpunkt Botanik an der University of Nebraska-Lincoln, wo er 1969 den Bachelor-Grad erwarb. Nach einem Jahr Beschäftigung als Lehrer in einer High School in Waverly, Nebraska, kehrte er an die University of Nebraska zurück und arbeitete bis 1974 an seiner Doktorarbeit. Ihm gelang die Entwicklung einer Technik zur Isolierung intakter Boten-RNA (mRNA) aus Pflanzen- und Tierzellen.

Als Postdoc wechselte er an die Purdue University. Dort befasste er sich weiterhin mit der Isolation von mRNA aus Pflanzenzellen, spezialisierte sich aber auf jene mRNA, die charakteristisch ist für die Zeine, das sind Speicherproteine, die in den Körnern von Mais (Zea mays) vorkommen. In der Fachzeitschrift PNAS hieß es: „Er wurde schnell zu einem führenden Forscher auf dem Gebiet der Erforschung von Mais-Speicherproteinen, der Mechanismen, durch die sie synthetisiert und in Samengeweben abgelagert werden, sowie der genetischen Regulation dieser Prozesse.“ Seine Arbeit habe daher wesentlich zum Verständnis der Natur von Speicherproteinen beigetragen und Wege aufgezeigt, um deren Gehalt zu optimieren.

Von 1976 bis 1988 war Larkins Professor für Biochemische Genetik an der Purdue University, danach von 1988 bis 2012 Professor für Botanik an der University of Arizona. 2012 kehrte er bis 2017 an die University of Nebraska-Lincoln als stellvertretender Vizekanzler für Biowissenschaften (Associate Vice Chancellor for Life Sciences) zurück.

Im Laufe dieser Jahre untersuchte Larkins Mutationen, die die Entwicklung der Maiskörner und deren Nährwert beeinflussen. Diese Arbeit führte u. a. zur Charakterisierung von Genen, die die Zellteilung von Pflanzen steuern, darunter auch die Maisversion eines Tumorsuppressorgens, das beim Menschen im Zusammenhang mit Retinoblastomen steht.

Anfang Januar 2025 teilte Brian Larkins seinen Kollegen der American Society of Plant Biologists mit, dass er an einer unheilbaren Blutkrankheit leide und deshalb beschlossen habe, in ein Hospiz einzuziehen. Er starb wenige Tage später im Kreise seiner Familie. Larkins war, nach dem frühen Tod seiner ersten Frau, in zweiter Ehe verheiratet.

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Belege

  1. 1 2 Obituary: Brian A. Larkins. Nachruf der University of Nebraska-Lincoln vom 27. Januar 2025.
  2. ↑ Rebecca S. Boston, M. David Marks und Jerry D. Cohen: Brian Larkins, a plant science pioneer, leader, mentor, and friend. In: PNAS. Band 122, Nr. 31, 2025, e2515273122, doi:10.1073/pnas.2515273122.
  3. 1 2 3 Kurzbiografie auf frontiersin.org.
  4. ↑ Remembering Brian Larkins. Nachrufe auf dem Server der American Society of Plant Biologists.
  5. ↑ Larkins Elected to the National Academy of Sciences. Auf: arizona.edu.
Personendaten
NAME Larkins, Brian
ALTERNATIVNAMEN Larkins, Brian A.; Larkins, Brian Allen (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Molekularbiologe
GEBURTSDATUM 12. August 1946
GEBURTSORT Belleville, Kansas
STERBEDATUM 19. Januar 2025
STERBEORT Tucson, Arizona