Brigitte Rockstroh (* 21. April 1950 in Leverkusen) ist eine deutsche Psychologin und Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Konstanz.
Brigitte Rockstroh studierte Psychologie an den Universitäten Göttingen und Heidelberg. Das Diplom in Psychologie legte sie 1975 an der Universität Heidelberg ab. Danach erfolgte ein Promotionsstudium an der Universität Tübingen, das sie 1977 mit der Promotion abschloss. 1986 erfolgte die Habilitation an der Universität Tübingen. Seit 1990 ist sie Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Konstanz. Von 2002 bis 2019 war sie als Nachfolgerin von Rudolf Cohen Leiterin der Forschungsstation der Universität Konstanz am Zentrum für Psychiatrie Reichenau.
Neben anderen akademischen Funktionen war sie von 1997 bis 1999 Dekanin der Fakultät für Sozialwissenschaften und von 2004 bis 2009 Vize-Präsidentin für Allgemeine Angelegenheiten der Universität Konstanz.
Als Neurowissenschaftlerin arbeitet an der Schnittstelle von Klinischer Psychologie und Neuropsychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Hirnfunktionen bei psychischen und neurobiologischen Störungen, insbesondere bei schizophrenen Psychosen; dabei stehen Früherkennung und Frührehabilitation im Zentrum ihrer Arbeiten. In diesem Kontext hat sie ein computergestütztes Trainingsprogramm entwickelt, das die Reorganisationsfähigkeit des Gehirns aktivieren soll. Mit diesen Programmen und Therapien soll unter Einbeziehung die Familien der Patientinnen und Patienten das Rückfallrisiko bei jungen schizophrenen Patientinnen und Patienten reduziert werden. Weitere ihrer Arbeitsschwerpunkte bezogen sich auf Alkoholabhängigkeit und Sprachverarbeitung sowie auf Fragen der Gesundheitsförderung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rockstroh, Brigitte |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Psychologin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1950 |
| GEBURTSORT | Leverkusen |