| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Bromvinyluracil | ||||||||||||
| Andere Namen |
5-(2-Bromvinyl)uracil | ||||||||||||
| Summenformel | C6H5BrN2O2 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 217,02 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
189–194 °C (Zersetzung) | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Bromvinyluracil ein synthetisches Derivat des Uracils mit antiviralen Eigenschaften. Es tritt als Metabolit des antiviralen Medikaments Brivudin auf.
Bromvinyluracil kann durch Bromierung von 5-Vinyluracil mit Brom in Dimethylformamid hergestellt werden. Eine Alternative ist die Reaktion von 5-Formyluracil mit Malonsäure und Piperidin. Dadurch entsteht ein Acrylsäure-Derivat, das mit N-Bromsuccinimid zu Bromvinyluracil umgesetzt werden kann.
Durch Reaktion mit einem geschützten und aktivierten Derivat der Desoxyribose kann aus Bromvinyluracil das Nucleosid Brivudin gewonnen werden.
Die Verbindung hat starke antivirale Eigenschaften gegen Herpes simplex Typ I. Es ist ein aktiver Metabolit der Wirkstoffe Sorivudin und Brivudin, die gegen Herpes-Viren eingesetzt werden beziehungsweise wurden.
Potentiell tödliche Medikamenten-Wechselwirkungen treten durch die Hemmung der Dihydropyridimin-Dehydrogenase auf. Diese ist ein essentielles Enzym im Abbau des Krebsmedikaments 5-Fluoruracil. Die gleichzeitige Einnahme von 5-Fluoruracil und Bromvinyluracil beziehungsweise der entsprechenden Prodrugs führt daher zu schweren Vergiftungen, die tödlich verlaufen können. In Japan kam es in den 1990er-Jahren während und nach der Zulassen von Sorivudin auf diese Weise zu insgesamt 18 Todesfällen.