Bruno Forte

Erzbischof Bruno Forte (2024)
Erzbischofswappen von Bruno Forte
Bruno Forte (2014)

Bruno Forte (* 1. August 1949 in Neapel, Italien) ist ein italienischer römisch-katholischer Theologe und emeritierter Erzbischof von Chieti-Vasto.

Leben

Bruno Forte trat in das Priesterseminar von Neapel-Capodimonte und studierte Theologie und Philosophie. Am 18. April 1973 empfing er durch Corrado Kardinal Ursi das Sakrament der Priesterweihe. Er war in verschiedenen Pfarreien des Erzbistums Neapel als Seelsorger tätig. Er hat 1974 an der Theologischen Fakultät von Napoli-Capodimonte mit einer Dissertation über die Kirche in der Eucharistie in Theologie und 1977 an der Universität Neapel Federico II mit einer Dissertation über die Semantik der mystischen Theologie des Areopagiten in Philosophie promoviert. Er war bis 2004 Professor für Dogmatik sowie für drei Jahre auch Dekan an der Pontificia facoltà teologica dell’Italia meridionale (PFTIM) in Neapel. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Paris und Tübingen. Er hielt Gastvorlesungen an verschiedenen europäischen und amerikanischen Hochschulen.

Am 26. Juni 2004 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Chieti-Vasto. Die Bischofsweihe spendete ihm am 8. September 2004 Joseph Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI; Mitkonsekratoren waren Michele Kardinal Giordano, Erzbischof von Neapel, und Luigi Diligenza, Erzbischof von Capua. Er ist Vorsitzender der bischöflichen Kommission für die Glaubenslehre, Verkündigung und Katechese der CEI und Mitglied der Bischofskonferenz Abruzzen und Molise. Am 3. Oktober 2026 nahm Papst Leo XIV. Fortes altersbedingtes Rücktrittsgesuch an.

Bruno Forte ist Großoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Prior der Ordensprovinz Abruzzen und Molise.

Wirken

Bruno Forte gilt als ein bedeutender Theologe und hielt bereits die Fastenexerzitien für Papst und Kurie, was als Auszeichnung auf fachlicher und menschlicher Ebene gilt, und steht für eine progressive Haltung innerhalb der katholischen Kirche.

Er war von 1997 bis 2004 Mitglied der Internationalen Theologenkommission und dort Leiter der Arbeitsgruppe, die das Dokument Erinnern und versöhnen erstellte.

Er hat mehrere wichtige Schriften veröffentlicht, darunter Simbolica Ecclesiale (Mailand 1996 ff.) in acht Bänden und Dialogica (Brescia 2002 ff.) in vier Bänden.

Ehrungen und Auszeichnungen

Mitgliedschaften in der römischen Kurie

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Rinuncia e nomina dell’Arcivescovo di Chieti-Vasto (Italia). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 3. Oktober 2026, abgerufen am 3. Oktober 2026 (italienisch).
  2. ↑ Der Versuch einer Weisheit der Liebe. Theologischer Preis der Salzburger Hochschulwochen für Erzbischof Bruno Forte (Memento vom 16. Oktober 2014 im Internet Archive), kirchen.net, 4. August 2011
  3. ↑ Nomina di Membri del Dicastero per la Dottrina della Fede. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 1. Juni 2024, abgerufen am 1. Juni 2024 (italienisch).
  4. ↑ Nomina di Membri del Pontificio Consiglio per la Promozione della Nuova Evangelizzazione, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 5. Januar 2011.
  5. ↑ Nomina di Consultori della Commissione per i Rapporti Religiosi con l’Ebraismo. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 1. Juli 2019, abgerufen am 1. Juli 2019 (italienisch).
VorgängerAmtNachfolger
Edoardo MenichelliErzbischof von Chieti-Vasto
2004–2026
Mauro Kardinal Gambetti
Personendaten
NAME Forte, Bruno
KURZBESCHREIBUNG italienischer Geistlicher, Theologe und Dogmatiker, emeritierter römisch-katholischer Erzbischof von Chieti-Vasto
GEBURTSDATUM 1. August 1949
GEBURTSORT Neapel