Heinrich Gustav Bruno Wehnert (* 2. Februar 1875 in Berlin; † 1. November 1959 in Hamburg-Billstedt) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Religions- und Sprachwissenschaftler.
Bruno Wehnert wurde als Sohn des Berliner Gemeindeschulrektors Gustav Wehnert geboren. Nach dem Abitur 1894 am Gymnasium zum Grauen Kloster studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Religion, Hebräisch und Deutsch für das höhere Lehramt. 1894 wurde er Mitglied des Corps Baltia Berlin. 1899 wurde er in Berlin zum Dr. phil. promoviert. Zu Beginn des Jahres 1901 bestand er das Examen für das Lehramt an höheren Schulen und erhielt die Lehrbefähigung für die erste Stufe in den Fächern Religion, Hebräisch und Deutsch. Nachdem er das Seminarjahr am Königlichen Seminar für Stadtschullehrer in Berlin absolviert hatte, wurde er 1902 als ordentlicher Seminarlehrer in Osterburg angestellt. 1905 wurde er Oberlehrer am Oberrealgymnasium in Dortmund. 1907 wurde er nach Hamburg an das Realgymnasium des Johanneums berufen, wo er zum Studienrat befördert und zum Professor ernannt wurde. Zum Ende des Jahres 1934 trat er vorzeitig in den Ruhestand ein.
Wehnert war der Autor zahlreicher religionsphilosophischer Schriften sowie grundlegender literarischer Sekundärliteratur. In den 1950er Jahren korrespondierte er mit Rudolf Bultmann im Zusammenhang mit dessen Entmythologisierungsprogramm des Neuen Testaments. Sein 1936 erschienenes Buch Christentum – deutsch : Eine Gegenwartsphilosophie des Christentums wurde 1948 von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Er war verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter.
| Personendaten | |
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| NAME | Wehnert, Bruno |
| ALTERNATIVNAMEN | Wehnert, Heinrich Gustav Bruno |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gymnasiallehrer und Religions- und Sprachwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 2. Februar 1875 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 1. November 1959 |
| STERBEORT | Hamburg-Billstedt |