| Buchbergkogel | ||
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| Gipfelaufbau des Buchbergkogels von Osten | ||
| Höhe | 1700 m ü. A. | |
| Lage | Steiermark, Österreich | |
| Gebirge | Hochschwabgruppe, Nördliche Kalkalpen | |
| Dominanz | 1,145 km → Zinken (Hochstein) | |
| Schartenhöhe | 187 m ↓ Sattel bei der Häuslalm | |
| Koordinaten | 47° 35′ 4″ N, 15° 4′ 49″ O | |
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| Gestein | Wettersteinkalk, Werfen-Formation | |
| Alter des Gesteins | Mitteltrias | |
Der Buchbergkogel ist ein 1700 m ü. A. hoher Berg in der Hochschwabgruppe im österreichischen Bundesland Steiermark.
Der Buchbergkogel erhebt sich westlich über dem Talschluss des Ilgener Tals, Buchberg ist auch der Name der dortigen Streusiedlung. Von diesem Talschluss aus betrachtet bildet der aus Felszinnen aufgebaute Gipfelbereich des Buchbergkogels trotz relativ (im Vergleich zu den umgebenden Bergen) geringer Höhe eine markante Erscheinung. Nur an seiner Westseite hat der Buchbergkogel ein sanftes Relief. Aus dieser Richtung betrachtet kann er als östlichster Ausläufer einer welligen Hochfläche beschrieben werden, die sich im Südwesten der Hochschwabgruppe über rund 10 Kilometer zwischen den Ausläufern der Seeau bei Eisenerz im Westen und dem Ilgener Tal im Osten erstreckt. Bei Höhenlagen von zumindest 1400 m ü. A. weist diese Hochfläche subalpine bis alpine Vegetation auf. Aufgrund der rasch variierenden Standortbedingungen im unruhigen, durch Karst geprägten Relief kommt es zu einem ständigen Wechsel von kleinflächigen Vegetationseinheiten aus subalpinen Nadelwäldern, Legföhrenbeständen, natürlichem Rasen, anthropogenen Almweiden sowie quasi bewuchslosen Fels- und Schuttformationen.
An der Südostseite ist dem Buchbergkogel eine rund 1500 m ü. A. hohe Kuppe vorgelagert, die dortige Alm trägt den Flurnamen Ochsenboden. Nördlich wird der Buchbergkogel vom Sattel bei der Häuslalm (1513 m ü. A.; amtlich Häuselalm) zum Zinken abgegrenzt. Im Süden umläuft das Josertal (ein Seitental des Ilgener Tals) die Kuppe mit dem Ochsenboden, das Tal endet beim Josersee an einer Schafwand genannten Südwand des Buchbergkogels. Oberhalb der Schafwand trennt ein namenloser Sattel auf knapp über 1500 m ü. A. den Buchbergkogel vom wenig prominenten Sackwiesenkogel (1562 m ü. A.).
Die Abbrüche des Buchbergkogels zum Ilgener Tal bilden die Gemeindegrenze zwischen Tragöß-Sankt Katharein im Westen und Thörl im Osten.

Südöstlich unter dem Ochsenboden, am Eingang zum Josertal, liegt das Elisenheim, im frühen 20. Jahrhundert ein bei Wanderern bliebter Gasthof. Die bekannte Wirtin Elise Kusterle (wiederverheiratete Witwe des steirischen Landtagsabgeordneten und St. Ilgener Bürgermeisters Johann Pierer) führte den Betrieb zusammen mit ihrer Tochter Elise Pierer und dem aus Etmißl stammenden Holzknecht Blasius Kotzegger. Elise Kusterle hatte die Gewohnheit, ihren entlegenen Gasthof für Besuche bei Verwandten und sonstige Erledigungen für unbestimmte Zeit zu verlassen, sodass eine längere Abwesenheit ab 1. Jänner 1926 ihre Tochter nicht sofort beunruhigte – zumal Kotzegger ihr sagte, er habe Mutter Elise am 4. Jänner am Bahnhof Thörl getroffen, sie habe ihm die Schlüssel zum Gasthof übergeben und lasse ausrichten, dass sie länger ausbleiben werde. Erst am 26. des Monats wurde eine Abgängigkeitsanzeige erstattet. Der Revierinspektor Ludwig Gerharter aus Thörl begab sich am 28. Jänner spätabends zum Elisenheim, wo er noch in derselben Nacht Tochter Elise und Blasius Kotzegger vernahm. Da die Tochter das von Kotzegger am 4. Jänner geschilderte Verhalten ihrer Mutter als untypisch beschrieb, wurde Kotzegger am 29. Jänner verhaftet. Am 30. Jänner fand ein Suchtrupp aus zusammengerufenen Jägern und Hunden nicht weit vom Elisenheim die Leiche der Elise Kusterle, die schwere Kopfverletzungen aufwies. Es folgten mehrmonatige, äußerst umfangreiche Ermittlungen, im Zuge derer Kotzegger erst zwei andere Männer beschuldigte, die jedoch ein Alibi vorweisen konnten. Mitte März gab er dann an, Tochter Elise habe ihm gestanden, die Mutter erschlagen zu haben, um den Gasthof übernehmen zu können. Daraufhin wurde auch die Tochter der Ermordeten für zwei Monate in Untersuchungshaft genommen. Durch enormen Einsatz des Inspektors Gerharter (u. a. seilte er sich 80 Meter in eine Steilwand der Meßnerin ab, weil Kotzegger behauptete, durch Wildern eines Gamsbocks, dessen Reste er dort hinunter entsorgt habe, an verdächtige Geldsummen, die der Ermordeten fehlten, gekommen zu sein) konnte im Juli 1926 ein Schwurgerichtsprozess starten. Nach dreitägigen Verhandlungen und der Anhörung von 68 Zeugen erklärten die Geschworenen Kotzegger, der die Tat immer noch leugnete, des Raubmords, der Erpressung und der Verleumdung für schuldig, er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Am Tag nach dem Urteil gestand er, Elise Kusterle am 4. Jänner im Affekt mit einem Sappl erschlagen zu haben. Sie seien mit dem Wagen am Weg zum Elisenheim gewesen, als er sie um die Hand ihrer Tochter bat. Sie habe ihn beschimpft, daraufhin sei es zum Streit gekommen, wobei er ohne Tötungsabsicht zugeschlagen habe. Nach dem Schlag sei sie vom Wagen gefallen und von dessen Rädern überrollt worden.
Durch die Bekanntheit des Mordopfers und das aufwändige Ermittlungsverfahren mit seinen zahlreichen Wendungen erregte der Fall über mehrere Monate großes öffentliches Interesse auch über die Grenzen der Steiermark hinaus. In kleinerem Rahmen wurde er auch zur hundertjährigen Wiederkehr der Geschehnisse rezipiert.
Das dominierende Gestein des Buchbergkogels ist der für die Nördlichen Kalkalpen typische Wettersteinkalk, er ist leicht wasserlöslich und führt dementsprechend zu Verkarstung. Typisch für die Hochschwabgruppe ist das weiträumigen System von Altflächen (im Zuge der Entstehung der Alpen im Miozän emporgehobene Flächen), das die Gipfel plateuartig umgibt und an seinen Rändern sehr steil abfällt. Unterhalb des Wettersteinkalks befinden sich Werfener Schichten (hier konkret Ton- und Siltstein), aus diesen ist die entsprechend sanft reliefierte Kuppe mit dem Ochsenboden aufgebaut. Am Übergang zwischen Wettersteinkalk und Werfener Schichten tritt ein Band aus Kalk bzw. Dolomit der Gutenstein-Formation zutage.
Vom Ilgener Tal (Parkplatz beim Gasthof Bodenbauer) führt ein markierter Wanderweg zur ganzjährig bewirtschafteten Häuslalm. Von dort kann der Gipfel über einen recht steilen nordseitigen Steig erreicht werden. Angenehmer zu gehen ist ein Steig an der Südwestseite des Buchbergkogels, der von der Häuslalm über die nahe Sackwiesenalm erreicht wird. Aus dem Josertal führt ein Steig (Punktmarkierungen) durch die Schafwand zu eben jenem südwestseitigen Steig. Somit ist auch ein Rundweg mit Überschreitung des Buchbergkogels (Bodenbauer → Josertal → Buchbergkogel → Häuslalm → Bodenbauer) möglich.