Garbe veröffentlichte mehr als 40 Bücher und zahlreiche weitere Texte. Neben der Erstlesung der Rückseite des Speyerer Codex-Argenteus-Blatts der gotischen Wulfilabibel (1972), Büchern und Aufsätzen über die deutsche Rechtschreibung und andere Themen umfasst das Werk von Garbe auch Kinderbücher, Konkrete Poesie/Visuelle Texte, Aphorismen, ironische Kurzprosa, Sprachglossen, Reisetexte und Um- und Nacherzählungen von Märchen und Sagen sowie Texte zum Sprachunterricht.
Von 1977 bis 2003 leitete er den von ihm gegründeten „Lyrik-Workshop Göttingen“. Er war ab 1991 Mitglied der Europäischen Autorenvereinigung Die Kogge in Minden und ab 1994 Mitglied des Autorenkreises Plesse in Bovenden bei Göttingen. Für seine Veröffentlichungen erhielt er diverse Literaturpreise und Auszeichnungen.
Privates
Zusammen mit seiner zweiten Frau Dagmar Garbe (ebenfalls Schriftstellerin, 2012 im Alter von 59 Jahren gestorben) initiierte er 2002 den überregionalen Literatur-Nachwuchs-Preis Holzhäuser Heckethaler, der seither jährlich vergeben wird.
Das Ehepaar lebte in Immenhausen-Holzhausen bei Kassel und danach ab Oktober 2011 in Grebenstein. Später zog Burckhard Garbe nach Frankfurt am Main um, wo er am 12. Juni 2021 im Alter von 79 Jahren starb. Er hinterlässt zwei Söhne.
2011: Bürgerpreis 2010 des CDU-Stadtverbands Immenhausen (mit D. Garbe)
2011: Goldene Ehrennadel der Stadt Immenhausen (mit D. Garbe)
2016: 2. Bubenreuther Literaturwettbewerb
2017: Ehrenbrief des Landes Hessen für fünfzehn Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit beim Literaturpreis „Holzhäuser Heckethaler“
Werke
Sprachliche und dialektgeographische Untersuchungen zur Prager Hs. [= Handschrift] der rheinischen „Rede von den XV Graden“. Dissertation, Göttingen 1969.
Experimentelle Texte im Sprachunterricht. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1976, ISBN 3-590-15373-3.
Ich habe eine Meise. Bilderbuchstrophen. Sauerländer, Aarau 1980.
Arbeitsmaterialien: Einführung in die Sprachwissenschaft. Linguistischer Grundkurs im Fach Deutsch. Edition Herodot, Göttingen 1981, ISBN 3-88694-005-5.
Max-und-Moritz-Kommentar: neu-hoch-germanistische Interpretation der Bildergeschichte von Wilhelm Busch nebst Zitat-Quiz Busch: Goethe. Edition Herodot, Göttingen 1982, ISBN 3-88694-020-9.
mit Gisela Garbe: Status Quo. Ansichten zur Lage. visuelle texte und collagen 1972–1982. Edition Herodot, Göttingen 1982, ISBN 3-88694-902-8.
mit Gisela Garbe: Der ungestiefelte Kater, Grimms Märchen umerzählt. Edition Herodot, Göttingen 1985, ISBN 3-88694-907-9.
mit Sylvia Klimek: Frau Milch wird sauer. Otto Maier, Ravensburg 1986, ISBN 3-473-56045-6.
Wissen Sie’s – 365 neue Quizfragen. Heyne, München 2002.
Die schönsten Sagen aus Hessen. Prolibris, Kassel 2003.
Der Herkules. Paarreime. Prolibris, Kassel 2004.
Goodbye Goethe – Sprachglossen zum Neudeutsch. Herder, Freiburg 2005, ISBN 3-451-05611-9.
Goodbye Goethe – Neue Sprachglossen zum Neudeutsch. Herder, Freiburg 2007, ISBN 978-3-451-05828-8.
Von abbeuteln bis zwiebeln. Das Alphabet der witzigsten Wörter. Herder, Freiburg 2009, ISBN 978-3-451-06006-9.
Die schönsten Sagen aus Hessen. E-Book, Prolibris, Kassel 2017.
Der Lotos schmeckt meinen Augen. -- Notizen, Gedichte und Fotos zu einer Chinareise, Reihe Phönixfeder 42, OSTASIEN Verlag / Gossenberg 2018, ISBN 978-3-946114-47-5
Des Rasenmähers Geliebte – Kurz geschnittene Prosa. epubli, Berlin 2018, ISBN 978-3-7467-5773-5.