Burghagel

Kirche St. Peter in Burghagel

Burghagel ist ein Gemeindeteil von Bachhagel und eine Gemarkung im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Das Pfarrdorf Burghagel liegt etwa eineinhalb Kilometer nordöstlich von Bachhagel, am Westrand des ehemaligen Dattenhauser Sees.

Geschichte

Wappen der ehemaligen selbständigen Gemeinde Burghagel

Vorgeschichtliche Funde bezeugen eine frühe Besiedlung.

Der Ort ist wohl eine alemannische Gründung des 6./7. Jahrhunderts. Reihengräber aus dieser Zeit wurden am nordwestlichen Ortsrand gefunden. 1145 ist ein Ministeriale Konrat von Hagele mit Sitz im Ort überliefert. Die Herrschaft Burghagel mit den Dörfern Bach- und Burghagel, Landshausen und Oberbechingen gelangte 1268 an das Herzogtum Bayern. 1269/71 wird der Name „Purckhageln“ überliefert. Bayern verpfändete in den folgenden Jahren den Ort sehr oft, 1322 an die Grafen von Helfenstein, an die Grafen von Graisbach (1336–1342), an den Herzog von Teck (vor 1368) und 1369 an den Grafen von Wartstein. Nachdem die Burg Hageln 1462 im Krieg zerstört worden war, kam der Sitz der Herrschaft nach Bachhagel. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war die Grundherrschaft auf neun Grundherren zersplittert. Im Dreißigjährigen Krieg brannte der Ort ab und wurde entvölkert.

Gemeinde

Die Gemeinde Burghagel im Landkreis Dillingen bestand aus drei Gemeindeteilen, dem Pfarrdorf Burghagel und den Einöden Schäfhof und Stockhof. Sie hatte 1964 eine Fläche von 641,5 Hektar und wurde am 1. Mai 1978 nach Bachhagel eingemeindet.

Religionen

Burghagel ist wohl eine alte Pfarrei, die dem heiligen Peter geweiht ist. Die heutige Pfarrkirche wurde 1719 nach den Plänen des Baumeisters Johann Windtschmidt aus Gundelfingen errichtet. 1887 fand eine umfassende Neugestaltung des Innenraums statt.

Einwohnerentwicklung

Baudenkmäler

Feldkapelle Stegmahd

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Burghagel

Bodendenkmäler

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Bachhagel

Söhne des Ortes

Literatur

Commons: Burghagel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 202 (Digitalisat).
  2. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 922 (Digitalisat).
  3. 1 2 3 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 20′ O