Calcena

Gemeinde Calcena
Calcena – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Calcena (Spanien)
Calcena (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Aragonien Aragonien
Provinz: Saragossa
Comarca: Aranda
Gerichtsbezirk: La Almunia de Doña Godina
Koordinaten: 41° 39′ N, 1° 43′ WKoordinaten: 41° 39′ N, 1° 43′ W
Höhe: 823 msnm
Fläche: 64,74 km²
Einwohner:65 (Stand: 2025)
Bevölkerungsdichte:1 Einw./km²
Postleitzahl(en): 50268
Gemeindenummer (INE): 50069 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Mariano Miguel San Claudio
Website: Calcena
Lage des Ortes
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Calcena ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 65 Einwohnern (Stand: 2025) im Nordwesten der Provinz Saragossa im Westen der Autonomen Region Aragonien. Der Ort gehört zur bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica.

Lage und Klima

Der Ort Calcena liegt am Río Isuela am Südrand der maximal ca. 2315 m hohen Sierra de Moncayo etwa 112 km (Fahrtstrecke) westlich der Provinzhauptstadt Saragossa nahe der Grenze zur altkastilischen Provinz Soria in einer Höhe von ca. 820 bis 850 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 495 mm/Jahr) fällt mit Ausnahme der trockenen Sommermonate übers Jahr verteilt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18571900195020002017
Einwohner1.3137767649075

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging die Einwohnerzahl der Gemeinde wegen der sukzessiven Schließung der Silbermine von Valdeplata deutlich zurück. Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen führten seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem erneuten Bevölkerungsschwund (Landflucht).

Wirtschaft

Jahrhundertelang lebten die Bewohner des Ortes direkt oder indirekt als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch die Viehhaltung gehörte. Die Verarbeitung von Schafwolle war im 16. und 17. Jahrhundert ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Bereits in der Antike wurde die nahegelegene Silbermine von Valdeplata ausgebeutet; diese wurde in den Jahren von 1857 bis 1914 erneut genutzt. Heute spielen Obstbaumplantagen und Weinbau wesentliche Rollen im Wirtschaftsleben des Ortes; außerdem werden Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte

Keltiberische, römische und westgotische Siedlungsspuren wurden bislang nicht entdeckt. Im 8. Jahrhundert drangen arabisch-maurische Heere bis ins obere Ebro-Tal vor; zuweilen wird die örtliche Burg mit den Mauren in Verbindung gebracht. Um das Jahr 1120 wurde die Gegend von Alfons I. von Aragón zurückerobert (reconquista). Später war sie zwischen den Königreichen Aragón und Kastilien umstritten; dieser Streit endete erst mit der Eheschließung der Katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón im Jahr 1469. Seit dem Jahr 1382 bis zur Aufhebung aller Grundherrschaften (señorios) im 19. Jahrhundert (desamortisation) gehörte der Ort und sein Umland dem Bistum Tarazona. Im Jahr 1785 erhielt Calcena die Stadtrechte.

Sehenswürdigkeiten

Calcena – Iglesia
Umgebung
Commons: Calcena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ Calcena – Klimatabellen
  5. ↑ Calcena – Bevölkerungsentwicklung
  6. ↑ Calcena – Geschichte (Memento vom 7. Februar 2019 im Internet Archive)
  7. ↑ Calcena – Castillo
  8. ↑ Calcena – Castillo
  9. ↑ Calcena – Kirche
  10. ↑ Calcena – Kirche
  11. ↑ Calcena – Kirche (Memento vom 7. Februar 2019 im Internet Archive)