Der Carl-Goerdeler-Preis wird an junge Nachwuchsakademiker für herausragende Dissertationen bzw. Ph.D.-Arbeiten auf dem Gebiet der Kommunalwissenschaft vergeben. Damit soll die Demokratie auf örtlicher und regionaler Ebene in der deutschen Gesellschaft gestärkt werden.
Seit 2016 wird alle zwei Jahre zusätzlich der praxisorientierte Preis für Kommunalpolitik und Völkerverständigung vergeben. Mit ihm werden herausragende Leistungen der kommunalen Verwaltungspraxis in Europa ausgezeichnet. Die Auszeichnung soll der völkerverbindenden friedlichen Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften in Europa dienen und ein gegenseitiges Lernen zum Nutzen der Einwohner fördern.
Auf die jeweils im Sommer erfolgenden Ausschreibungen können sich Personen und Institutionen bzw. Projekte bewerben.
Die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung vergibt die Preise jährlich in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und namhaften öffentlichen Institutionen und Universitäten, darunter z.B.:
2018: die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung mit Unterstützung des vom KPMG Deutschland geförderten Instituts für den öffentlichen Sektor und der Stadt Leipzig.
Der Preis wird in Leipzig jeweils um den 2.Februar, dem Todestag von Carl Goerdeler, verliehen (2018 vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Herrn Burkhard Jung, und dem Kuratoriumssprecher der Stiftung, Rainer Goerdeler).
Die Preisträger werden von einer überregionalen Jury unter Mitwirkung je eines Mitglieds der Stiftung und der Stadt Leipzig ausgewählt.
Preisgegenstand
Der Bildhauer Stephan Voigtländer und Sabine Epple, Kuratorin im Grassi Museum für Angewandte Kunst, gestalteten den Preis als aufrecht stehendes aufgeschlagenes Buch (Abbildung siehe auf),
„das symbolhaft für die Würdigung der wissenschaftlichen Arbeiten zu Themen der Kommunalpolitik steht, verbunden mit Treppen, die nicht nur für die Erkenntnissuche stehen, sondern auch den Bogen zum Goerdeler-Denkmal am Neuen Rathaus schlagen. In die Außenseite des Buches sind mit Goerdelers Handschrift Textpassagen aus seinem Brief an General Friedrich Olbricht vom 17. Mai 1944 eingraviert.“
2011: NALAS – Network of Local Authorities of South East Europe, Skopje
2012: Renate Reiter und Torsten Schmidt
2013: Alexander Kroll
2014: André Göbel
2015: Michael Broens
2016: Andrea Walter
2017: Dominik Vogel
2018: David Kaufmann
2019: Markus Kowalski
2020: Dr. Lisa Schmidthuber und Dr. Benjamin Friedländer
2021: (Verschiebung wegen Corona)
2022: Dominik Frankenberg
2023: Sarah Laukamp, Annabel Schlösser und Anna Vintsyuk
2024: Maike Rackwitz
Preisträger (Kommunalpolitik und Völkerverständigung)
2016: Projekt „Deutsch-Griechischer kommunaler Wissenstransfer“ des Gemeindetages Baden-Württemberg (Präsident: Roger Kehle) und des Zentralverbands Städte und Gemeinder Griechenland KEDE (Beauftragter der KEDE und Bürgermeister der Stadt Drama: Christodoulos Mamsakos)
2019: wird mit dem Preis für Kommunalpolitik die Stadt Duisburg für ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der niederländischen Stadt Nimwegen ausgezeichnet, die nachhaltig positive Auswirkungen auf das Leben der Menschen vor Ort hat.
2025: die Stadt Mannheim wurde für ihr Engagement in internationalen Projekten und die Förderung von Städte-Netzwerken insbesondere mit der Ukraine geehrt
Preis für kommunale Kooperationen in der Corona-Krise
Mit diesem Preis werden vorbildliche kommunale Kooperationsprojekte, die zur Bewältigung der Corona-Krise beitragen, gewürdigt.