
Carl Forstmann (* Juni 1795 in Kettwig; † 30. März 1873 in Berlin) war ein deutscher Fabrikant und Mitinhaber der Tuchfabrik Forstmann und Huffmann in Werden sowie Politiker und Mitglied der Preußischen Nationalversammlung.
Carl Forstmann war der Sohn eines Tuchfabrikanten. Im Jahr 1825 heiratete er die aus einer Werdener Schmiedemeisterfamilie stammende Luise geborene Kampf, mit der er in das elterliche Haus auf dem hinteren Fabrikhof einzog. Beide hatten zehn Kinder, darunter die späteren Mitinhaber der Tuchfabrik, Karl und Julius. Nach schulischer und beruflicher Ausbildung trat er als Teilhaber in die Tuchfabrik Forstmann und Huffmann ein, die im heutigen Essener Stadtteil Werden im 18. und 19. Jahrhundert der wichtigste Wirtschaftsfaktor war. Im Jahr 1864 trat Carl Forstmann aus der Firma aus.
Forstmann setzte sich für die Entstehung der Königsbrücke über die Ruhr in Werden ein. Auch an der Errichtung der Werdener Gasanstalt und der Sparkasse war er maßgeblich beteiligt. Auf seine Initiative geht zudem der Bau der Laupendahler Landstraße in Werden und Kettwig zurück.
Er war Mitglied des Duisburger Kreistags. Werden gehörte zu dieser Zeit zum Kreis Duisburg. Zudem war er zur Zeit der Revolutionen 1848/1849 Mitglied der Preußischen Nationalversammlung.
Am 6. Oktober 1847 wurde Forstmann zum Königlich Preußischen Kommerzienrat ernannt.
Nach seinem Tod an Brustfieber während einer Geschäftsreise in Berlin wurde Forstmann nach Werden überführt und am 3. April 1873 auf dem Friedhof Werden I beigesetzt. Seine Ehefrau Luise lebte weiter mit einer Haushälterin und Pflegerin sowie einer unverheirateten Tochter im Haus auf dem hinteren Fabrikhof. Luise starb 1888, ihre Tochter bereits 1876 an Typhus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Forstmann, Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Politiker |
| GEBURTSDATUM | Juni 1795 |
| GEBURTSORT | Kettwig |
| STERBEDATUM | 30. März 1873 |
| STERBEORT | Berlin |