Karl Forstmann

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Begründung: keine Relevanz dargestellt. Hat nur eine rein lokale Relevanz in Essen aufzuweisen. Mirmok12 (Diskussion) 10:52, 24. Sep. 2026 (CEST)

Karl Forstmann
Grabmal auf dem Friedhof Werden II

Johann Hermann Karl Forstmann (* 2. Juli 1826 in Werden; † 10. März 1889 in Wiesbaden) war Mitinhaber der Tuchfabrik Forstmann und Huffmann und Stadtverordneter in Werden. Er erhielt die Ehrenbürgerwürde der Stadt Werden.

Leben und Wirken

Karl Forstmann war der Sohn des Fabrikanten und Kommerzienrats Carl Forstmann. Er heiratete Susanne geborene Schemmann (* 5. Dezember 1836; † 8. September 1880). Von 1856 bis 1882 war er Mitinhaber der Tuchfabrik Forstmann und Huffmann in Werden. Die Tuchmacherei war hier im 18. und 19. Jahrhundert der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Von 1874 bis zu seinem Tod war Forstmann Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Werden, die 1929 in die Stadt Essen eingemeindet wurde.

Forstmann siedelte 1862 nach Wiesbaden über. Im Jahr 1884 schenkte er der Stadt Werden eine Statue von Kaiser Wilhelm I. des Künstlers Wilhelm Albermann für die Werdener Königsbrücke. Die Statue befindet sich heute auf dem ehemaligen Friedhof Werden I. Im Oktober 1884 war das 15 Meter hohe Gerüst dafür an der Brücke angebracht worden. Nach dieser Schenkung wurde Karl Forstmann 1884 zum ersten Ehrenbürger der Stadt Werden ernannt.

Nach seinem Tod in Wiesbaden wurde Forstmann am 13. März 1889 nach Werden überführt und am 16. März des Jahres auf dem Friedhof Werden II beigesetzt. Dem großen Trauerzug gingen die Arbeiter und Angestellten der Firma Forstmann und Huffmann voran. Es folgte der Leichenwagen, danach kamen die Anverwandten, der Magistrat und die Stadtverordneten sowie folgend die Leidtragenden aller Stände. Die gemeinsame Grabstätte mit seinem Bruder Julius wurde 1994 in die Denkmalliste der Stadt Essen aufgenommen.

Nach seinem Tod machten seine Erben der Stadt Werden einige Zuwendungen. Darunter ging eine in Höhe von 20.000 Mark an die Stadt, von deren Zinsen Bedürftige Unterstützung erhalten sollten. Eine weitere Spende von 20.000 Mark kam an die evangelische Gemeinde, von deren Zinsen das Evangelische Krankenhaus profitieren sollte. Die Zinsen von weiteren 30.000 Mark für die Firma Forstmann und Huffmann sollten hilfsbedürftige Arbeiter unterstützen.

Literatur

Commons: Karl Forstmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Essener Volkszeitung vom 18. März 1889
  2. ↑ Solinger Volkszeitung vom 20. Oktober 1884
  3. ↑ Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger der Stadt Essen und der heutigen Stadtteile. In: Historisches Portal Essen, abgerufen am 22. September 2026
  4. ↑ Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen; abgerufen am 22. September 2026
  5. ↑ Der Zeitungs-Bote. Zeitung für den Kreis Mettmann vom 1. Oktober 1889
Personendaten
NAME Forstmann, Karl
ALTERNATIVNAMEN Forstmann, Johann Hermann Karl
KURZBESCHREIBUNG deutscher Unternehmer, Kommunalpolitiker, Mäzen
GEBURTSDATUM 2. Juli 1826
GEBURTSORT Werden
STERBEDATUM 10. März 1889
STERBEORT Wiesbaden