Johannes Carl Franz Hasse (* 17. Oktober 1841 in Tönning; † 30. Juni 1922 in Buchwald, Riesengebirge) war ein deutscher Mediziner, Anatom und Kunsthistoriker.
Carl Hasse studierte unter Jakob Henle an der Georg-August-Universität in Göttingen und unter Victor Hensen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Medizin und wurde 1866 in Kiel mit seiner Dissertation De cochlea avium zum Dr. med. promoviert.
Nach dem Studium wirkte er ab 1867 als Prosektor bei Albert von Koelliker an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, wurde 1873 als Nachfolger von Hans Karl Barkow ordentlicher Professor für Anatomie an der Königlichen Universität zu Breslau und über vierzig Jahre später 1916 in Breslau emeritiert. Er wurde zum Geheimen Medizinalrat ernannt. Neben seinen zahlreichen anatomischen hat Carl Hasse während dieser Zeit auch mehrere kunsthistorische Schriften verfasst.
Carl Hasse begründete die Familie der Wieselhaie Hemigaleidae Hasse, 1879.
Johannes Carl Franz Hasse wurde am 11. Januar 1879 unter der Matrikel-Nr. 2211 in der Sektion Anatomie und Zoologie als Mitglied in die Kaiserliche Leopoldino-Carolinische Deutsche Akademie der Naturforscher aufgenommen.
Seine Tochter Oktavia war seit 1901 mit dem Psychiater und Neurologen Robert Eugen Gaupp verheiratet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hasse, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Hasse, Johannes Carl Franz (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner, Anatom und Kunsthistoriker |
| GEBURTSDATUM | 17. Oktober 1841 |
| GEBURTSORT | Tönning |
| STERBEDATUM | 30. Juni 1922 |
| STERBEORT | Buchwald |