Karl Erath (* 12. November 1801 in Rottenburg am Neckar; † 20. März 1863) war ein Dichter und Lehrer in Rottenburg am Neckar und Wiesensteig.
Nach seiner Ausbildung zum Lehrer arbeitete Karl Erath zunächst an einer Schule in Wangen/Allgäu. Zwischen 1826 und 1829 wechselte er seine Lehrerstelle und unterrichtete dann an der Lateinschule in Rottenburg am Neckar. Bereits in Wangen begann er mit dem Schreiben von Gedichten. Sein Lehrerleben blieb unstet, er bezeichnete sich selbst als „reisender Poet“. Im Revolutionsjahr 1848 begann er eine politisch-agitatorische Tätigkeit. Vor allem in Rottenburg am Neckar und Umgebung trat er als Redner bei Bürgerversammlungen auf und wurde Mitglied einer Bürgerwehr, als deren „Unter-Offizier“ er bezeichnet wurde. Erath trat wohl als Vertreter einer künftigen deutschen Republik auf. Außerdem betätigte er sich einige Zeit als Berater für Interessenten zur Auswanderung nach Nordamerika. Als angeblicher „Revolutionär“ wurde er zweimal verhaftet und musste mehrere Monate als Strafe im württembergischen Gefängnis auf dem Hohenasperg einsitzen. Über sein weiteres Leben als Lehrer ist kaum etwas bekannt. Möglicherweise arbeitete er noch einige Zeit in Wiesensteig.
Einer seiner Geschwister war der Arzt, Autor und Landwirt Albert Erath.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Erath, Carl Julius |
| ALTERNATIVNAMEN | Erath, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | Dichter und Lehrer |
| GEBURTSDATUM | 12. November 1801 |
| GEBURTSORT | Rottenburg am Neckar |
| STERBEDATUM | 20. März 1863 |