Carl Lauzil

Josef Georg Carl Lauzil (eigentlich Laužil, * 27. Februar 1842 in Wien; † 12. Oktober 1902 in Graz) war ein österreichischer Architekt, der auch den Grazer Zentralfriedhof plante und Direktor der k.k. Staatsgewerbeschule in Graz gewesen ist.

Werdegang

Nach der technischen Hochschule besuchte er ab 1861 die Akademie der Bildenden Künste und lernte bei den Ringstraßenarchitekten Eduard van der Nüll und August Siccardsburg und später bei Friedrich von Schmidt. Ab 1870 war er gemeinsam mit diesem Bauführer am Stephansdom in Wien. In diesem Jahr heiratete er Cornelia Jasper (* 1848, † 1932). 1873 wurde Lauzil Chef bei der neugegründeten Donaustadt-Baugesellschaft. Nach einem Jahr (1876) als Fachlehrer an der Staatsgewerbeschule in Pilsen wurde er zum Konservator der k.k. Central Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und Historischen Denkmäler in Böhmen ernannt.

1879 wurde Carl Lauzil als Nachfolger von August Ortwein zum Direktor der k.k. Staatsgewerbeschule in Graz bestellt, eine Funktion, die er 23 Jahre hindurch innehatte. Ab 1880 war er auch Konservator der Steiermark. Während dieser Tätigkeiten arbeitet Lauzil weiterhin als Architekt, unter anderem am Grazer Zentralfriedhof, am Gebäude der Reininghausstiftung und an der Villa des Bankier Kleinoschegg.

Ehrungen

Straßenschild in Graz, V. Bezirk Gries, Lauzilgasse / Herrgottwiesgasse

Grabstelle

Carl Lauzil ist im Familiengrab auf dem evangelischen Stadtfriedhof St. Peter bestattet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Firma-Protokollirungen, Amtsblatt zur Wiener Zeitung, Nr. 69, 22. März 1873, S. 411
Personendaten
NAME Lauzil, Carl
ALTERNATIVNAMEN Lauzil, Josef Georg Carl
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Architekt
GEBURTSDATUM 27. Februar 1842
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 12. Oktober 1902
STERBEORT Graz