
Carl Lintner (* 3. Februar 1828 in München; † 14. Januar 1900) war ein deutscher Brauwissenschaftler.
Lintner war der Sohn eines königlichen Hofbeamten. Nach dem Abitur begann er 1844 eine Ausbildung zum pharmazeutischen Chemiker in der Königlichen Leib- und Hofapotheke bei Franz Xaver Pettenkofer. 1847 legte er das pharmazeutische Examen ab, anschließend arbeitete er in zwei Apotheken und einer Fabrik, bevor er an der Universität München Pharmazie studierte. 1853 legte er die Prüfung für das technische Lehramt in Chemie, Technologie und Naturgeschichte ab, 1855 wurde er promoviert. Ab 1853 unterrichtete Lintner an der Landwirtschafts- und Gewerbeschule in Kaufbeuren. 1859 wurde er Rektor der Gewerbe- und Handelsschule in Lindau.
1863 ging Lintner als Professor an die Landwirtschaftliche Centralschule Weihenstephan. Dort richtete er einen eigenen „Brauer-Cursus“ ein, den er in den folgenden Jahren ausbaute. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Karl Reischauer gab er von 1866 bis 1877 die Zeitschrift „Der bayerische Bierbrauer“ heraus. 1878 folgte die „Zeitschrift für das gesamte Brauwesen“, die bis 1943 erschien.
1873 gründete Lintner in Weihenstephan die erste wissenschaftliche Station für das Brauwesen, die offiziell von Reischauer geleitet wurde. Von 1880 bis 1890 leitete Lintner dann die gesamte Schule und das Staatsgut Weihenstephan.
Lintner heiratete Caroline Lintner (* 4. November 1834; † 26. Juni 1920). Das Paar hatte zwei Kinder. Der Sohn Karl wurde ebenfalls Brauwissenschaftler und Professor in Weihenstephan.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lintner, Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Brauwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1828 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 14. Januar 1900 |