Carl Theodor Mirbt (* 21. Juli 1860 in Gnadenfrei, Landkreis Reichenbach; † 27. September 1929 in Göttingen) war ein deutscher evangelischer Kirchenhistoriker und Missionswissenschaftler.

Carl Mirbt war verheiratet mit Margarethe geb. Wagner, der Tochter des Geographen Hermann Wagner. Mirbts Kinder sind Hermann, Ida (1893–1984), Heinz (1894–1915), Rudolf und Carl Alexander Mirbt (1902–1975).
Mirbt studierte von 1880 bis 1885 Theologie in Halle, Erlangen und Göttingen. Während seines Studiums in Göttingen wurde er Mitglied der Akademischen Theologischen Verbindung Thuringia. 1888 wurde er an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen mit einer Dissertation über das Thema Die Stellung Augustin’s in der Publicistik des Gregorianischen Kirchenstreits promoviert. Ebenfalls 1888 habilitierte er sich in Göttingen für das Fach Kirchengeschichte.
1889 wurde er außerordentlicher Professor für Kirchengeschichte an der Universität Marburg und 1890 dort ordentlicher Professor. 1903/04 bekleidete er das Amt des Rektors. Von 1911 bis zu seiner Emeritierung 1928 war Mirbt Professor für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen, wo er wiederum 1920/21 als Rektor amtierte. Als dieser wurde er auch 1914 Ehrenphilister der Studentenverbindung Göttinger Wingolf.
1918 gründete Mirbt die Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft, deren Vorsitz er bis zu seinem Tod innehatte. Von 1927 bis 1929 war er Vorsitzender der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte. 1921 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mirbt, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Mirbt, Carl Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Kirchenhistoriker und Missionswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 21. Juli 1860 |
| GEBURTSORT | Gnadenfrei, Landkreis Reichenbach |
| STERBEDATUM | 27. September 1929 |
| STERBEORT | Göttingen |