
Karl (auch Carl) Wilhelm Nose (* 18. November 1753 in Braunschweig; † 22. Juni 1835 in Köln) war ein deutscher Arzt und Mineraloge.
Nose war der Sohn des Kommissars Anton Diederich Nose. Er studierte Medizin und ließ sich nach erfolgreicher Approbation als Arzt in Augsburg nieder. Später wechselte er im selben Beruf nach Elberfeld.
Als Privatier ließ sich Nose erst in Köln nieder, später dann für einige Zeit in Bonn. Zuletzt wohnte er am Ursulaplatz 1 in Köln. In erster Ehe war er verheiratet mit Caroline Wilhelmine Hundsberg. Nach ihrem Tod heiratete er Johanna Maria Plücker (1763–1835), die ihn nur um wenige Monate überlebte. Die nicht mehr vorhandene Grabstätte der Eheleute befand sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.
Neben seinem Brotberuf interessierte sich Nose vor allem für die Naturwissenschaften. Über die Chemie kam er dann bald zur Mineralogie und veröffentlichte auf diesem Gebiet einige für die zeitgenössische Forschung wichtige Schriften. Aber auch Geographie und Geschichte fanden sein Interesse. 1808 beschrieb Nose ein Mineral vulkanischen Ursprungs, das er – da es dem Spinell ähnlich war – Spinellan nannte. Der Chemiker Martin Heinrich Klaproth nannte dieses Mineral später Nosean, zu Ehren Karl Wilhelm Noses.
1789 beschrieb er erstmals das Mineral Sanidin.
Bedeutende Teile seiner geowissenschaftlichen Sammlung schenkte Nose 1814 der Berliner Universität und diese befinden sich heute im Museum für Naturkunde Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nose, Karl Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Nose, Carl Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Arzt und Mineraloge |
| GEBURTSDATUM | 18. November 1753 |
| GEBURTSORT | Braunschweig |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1835 |
| STERBEORT | Köln |