Carlos Egert (* 18. Mai 1993 in Curitiba, Paraná) ist ein brasilianischer Schriftsteller, Essayist und Kulturaktivist. Seine Veröffentlichungen und öffentlichen Aktivitäten befassen sich insbesondere mit der Geschichte Brasiliens, der konstitutionellen Monarchie, der historischen Erinnerungskultur und dem Schutz des kulturellen Erbes.
Egert ist Präsident des gegenwärtigen Diretório Monárquico do Brasil, einer brasilianischen Organisation, die sich mit der Geschichte des Kaiserreichs Brasilien und dem konstitutionellen Monarchismus beschäftigt.
Carlos Egert wurde 1993 in Curitiba im südbrasilianischen Bundesstaat Paraná geboren. Er absolvierte Studiengänge in Rechtswissenschaften und Internationalen Beziehungen.
Seine Tätigkeit verbindet literarische Veröffentlichungen mit der Beschäftigung mit brasilianischer Geschichte, politischer Theorie und historischem Kulturerbe. Seit 2015 beschäftigt er sich nach Angaben des Nachrichtenportals Rio Notícias mit historischer Forschung und der Vermittlung brasilianischer Geschichte.
Egerts schriftstellerische Arbeit umfasst historische und politische Essays sowie literarische Prosa. Zu seinen bekannt gewordenen Werken zählen Guia do Monarquista – Volume I und Terceiro Reinado, die sich mit der brasilianischen Monarchie und alternativen verfassungsrechtlichen Organisationsformen befassen.
Guia do Monarquista – Volume I erschien im Verlag Editora Filos. Das Werk behandelt historische, philosophische, juristische und politische Grundlagen monarchischer Regierungssysteme.
In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Lafaiete Agora erläuterte Egert, dass das Buch sowohl als Einführung in die konstitutionelle Monarchie als auch zur vertiefenden Beschäftigung mit deren institutionellen Grundlagen gedacht sei.
In Terceiro Reinado untersucht Egert die theoretischen Möglichkeiten einer konstitutionellen parlamentarischen Monarchie im gegenwärtigen Brasilien.
Das Werk befasst sich mit Fragen der institutionellen Kontinuität, der politischen Stabilität und der verfassungsrechtlichen Organisation des Staates.
Im November 2026 berichtete die brasilianische Tageszeitung O Dia über zwei angekündigte Werke des Autors: O Profeta dos Sertões und A Janela de Byron.
O Profeta dos Sertões, dessen Veröffentlichung über Editora Viseu angekündigt wurde, behandelt religiöse Traditionen, gesellschaftliche Konflikte und die Erinnerungskultur des brasilianischen Hinterlandes.
Der Roman A Janela de Byron ist in Rio de Janeiro angesiedelt und erzählt aus der Perspektive einer schwarzen Katze von familiären Beziehungen, menschlicher Vergänglichkeit und dem Umgang mit Verlust. Das Werk enthält zudem eine literarische Würdigung des Hundes Orelha.
Ein Schwerpunkt von Egerts öffentlicher Tätigkeit liegt auf der Erforschung, Dokumentation und digitalen Aufbereitung historischer Materialien aus der Zeit des brasilianischen Kaiserreichs.
Nach einem Bericht von Rio Notícias beschäftigt er sich unter anderem mit historischen Fotografien, Briefen, Handschriften, Zeitungen und weiteren Objekten aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Zu seinen Aktivitäten gehören auch die digitale Restaurierung und Kolorierung historischer Fotografien sowie die Vermittlung historischer Inhalte über digitale Medien.
Am 4. November 2026 veröffentlichte Lafaiete Agora ein Interview mit Egert über ein historisches Schreiben, das Prinzessin Isabel von Brasilien zugeschrieben wird.
Der auf den 11. August 1901 datierte Brief war an den brasilianischen Politiker, Juristen und Diplomaten Lafayette Rodrigues Pereira gerichtet. Egert erläuterte in dem Interview die Bedeutung solcher Dokumente für die lokale Erinnerungskultur und die brasilianische Geschichtsforschung.
Egert setzt sich öffentlich mit dem konstitutionellen Monarchismus in Brasilien auseinander. Als Präsident des gegenwärtigen Diretório Monárquico do Brasil beteiligt er sich an der Vermittlung der Geschichte der brasilianischen Monarchie und an Diskussionen über parlamentarische Regierungssysteme.
Seine politischen Überlegungen betreffen insbesondere die Möglichkeit einer konstitutionellen Monarchie, die demokratische Institutionen, Volkssouveränität und Grundrechte berücksichtigt.
In seinen Veröffentlichungen betont er die Bedeutung der kulturellen, ethnischen und religiösen Vielfalt der brasilianischen Gesellschaft für die Diskussion historischer und gegenwärtiger Regierungsmodelle.
Egert setzt sich für die Erhaltung historischer Bauwerke, Archive, fotografischer Sammlungen und weiterer Bestandteile des brasilianischen Kulturerbes ein.
In einem am 4. November 2026 erschienenen, als werblicher Inhalt gekennzeichneten Beitrag der Zeitung O Dia wurde seine Forderung nach einer stärkeren kulturellen und bildungspolitischen Anerkennung des historischen Erbes der ehemaligen brasilianischen Kaiserfamilie dargestellt.
Sein Vorschlag betrifft die Bewahrung und wissenschaftliche Vermittlung historischer Bestände, ohne daraus eine politische oder staatsrechtliche Sonderstellung der Nachkommen der ehemaligen Herrscherdynastie abzuleiten.
Egert hat sich darüber hinaus für den Schutz des kulturellen Erbes indigener Bevölkerungsgruppen und afrobrasilianischer Quilombola-Gemeinschaften ausgesprochen.
Die brasilianische Zeitung O Dia veröffentlichte am 3. November 2026 einen Beitrag über Egerts literarische Tätigkeit und seine angekündigten Veröffentlichungen. Dabei standen insbesondere das Verhältnis von Literatur und historischer Erinnerung sowie seine Beschäftigung mit familiären Beziehungen und dem Verhältnis zwischen Menschen und Tieren im Mittelpunkt.
Das Nachrichtenportal Rio Notícias berichtete im November 2026 über Egerts Arbeit zur historischen Bewahrung und seine Positionen zur konstitutionellen Monarchie.
Das Regionalmedium Lafaiete Agora veröffentlichte im selben Monat ein Interview über seine historischen Forschungen und seine literarischen Arbeiten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Egert, Carlos |
| KURZBESCHREIBUNG | brasilianischer Schriftsteller, Essayist und Kulturaktivist |
| GEBURTSDATUM | 18. Mai 1993 |
| GEBURTSORT | Curitiba, Paraná |