Cayenne

Cayenne
Staat Frankreich Frankreich
Region Französisch-Guayana
Département (Nr.) Französisch-Guayana (973)
Arrondissement Cayenne
Gemeindeverband Centre Littoral
Koordinaten 4° 56′ N, 52° 20′ WKoordinaten: 4° 56′ N, 52° 20′ W
Höhe 0–105 m
Fläche 23,60 km²
Bürgermeister Jean-Claude Lafontaine
Einwohner 62.675 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 2.656 Einw./km²
Postleitzahl 97300
INSEE-Code

Luftbildaufnahme

Cayenne [kaˈjɛn] ⓘ ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt des französischen Überseedépartements Französisch-Guayana mit 62.675 Einwohnern (1. Januar 2023) und einer Fläche von 23,6 km². Die Stadt liegt auf einer gleichnamigen Halbinsel in der Mündung des Río Cayenne in den Atlantik.

Ein paar hundert Meter vor der Nordspitze der Halbinsel Cayenne liegen die drei Îlets Dupont. 45 Kilometer nordwestlich von Cayenne liegen die zur Stadt gehörigen Îles du Salut, die Frankreich als Strafkolonie dienten. Der Flughafen Cayenne liegt rund 16 Kilometer südwestlich der Stadt auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Matoury.

Stadtgliederung

Cayenne gliedert sich in folgende Stadtteile (quartiers):

Ehemalige Kantonseinteilung

Ehemalige Kantonseinteilung von Cayenne

Unabhängig davon bestand bis zu deren Auflösung 2015 die Gliederung in sechs Kantone (jeweils mit zugehörigen Stadtteilen bzw. quartiers):

Flughafen Rochambeau (Aéroport de Cayenne – Rochambeau)
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_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: Météo-France

Geschichte

Um das Jahr 5000 vor der Zeitrechnung wurde die Gegend erstmals von Arawak, Palikur und später von Kariben besiedelt.

Eine erste französische Besiedlung der Halbinsel 1604 durch eine von Heinrich IV. gesandte Expedition, die den Namen France Équinoxiale erhielt, wurde nach wenigen Jahren aufgrund der Zerstörung durch die Portugiesen aufgegeben. Die Amérindiens, wie die Franzosen die Bevölkerung nannten, wurden verdrängt.

Am 27. November 1643 wurde die Stadt unter dem Generalleutnant des Königs, Charles Poncet de Brétigny wiedergegründet. Im Jahre 1652 wurden die ersten afrikanischen Sklaven eingeführt. 1664 wanderten rund hundert Juden samt ihre Sklaven nach Suriname aus. Um 1840 ließ die französische Armee unweit der Stadt das Fort Diamant errichten. Die Sklaverei wurde am 27. April 1848 abgeschafft.

1923 kam der französische Investigativjournalist Albert Londres nach Cayenne und schrieb für den Le Petit Parisien einen Bericht über die menschenunwürdigen Lebensbedingungen in den als Bagnes bezeichneten Strafkolonien in Cayenne und an weiteren Orten in der Kolonie.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1992200620082010201320182021
Einwohner41.65058.00457.64355.75354.70963.65263.468
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Wiktionary: Cayenne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Cayenne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Stéphane Bern: Le Patrimoine de la France pour les Nuls : Partons à la découverte de plus de 500 sites emblématiques. Éditions First (un département d’Édi8), Paris 2020, ISBN 978-2-412-04707-1, S. 493–496.
  2. ↑ Alison Games: Cohabitation, Suriname-Style: English Inhabitants in Dutch Suriname after 1667. In: William and Mary Quarterly, 72/2, 2015, S. 204.
  3. ↑ Antoine de Baecque: Sports Belle Époque : Naissance de la passion sportive, 1870–1924. Éditions Passés composés / Humensis, Paris 2024, ISBN 979-1-04040749-2, S. 184.
  4. ↑ Alfred Pletsch: Frankreich. Wissenschaftliche Länderkunde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2003, ISBN 3-534-16042-8, hier S. 315
  5. ↑ Amazonian Museum Network. Abgerufen am 10. November 2019.
  6. ↑ Amazonian Museum Network. Abgerufen am 10. November 2019.