| Celmisia spectabilis | ||||||||||||
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Celmisia spectabilis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Celmisia spectabilis | ||||||||||||
| Hook.f. |
Celmisia spectabilis ist eine Pflanzenart in der Gattung Celmisia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Art ist ausschließlich in Neuseeland heimisch.
Celmisia spectabilis kann Gruppen mit einem Durchmesser bis 2 Meter formen. Die ledrigen Blätter der Pflanze sind spitz zulaufend und schmal eilanzettlich bis eiförmig oder lanzettlich, an den Rändern leicht eingerollt und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Die Blattoberseite ist glänzend, dunkelgrün bis silbrig und markant gerillt, wohingegen die -unterseite eine weiche, weiße bis bräunliche, dichte Behaarung aufweist. Celmisia spectabilis bildet aus überlappenden Blattbasen einen Scheinstamm.

Der Blütenstandsstiel ist 10 bis 30 Zentimeter lang und ebenso dicht und weiß behaart. Am oberen Ende befindet sich eine einzelne Scheinblüte mit einem Durchmesser von ca. 3,5 Zentimetern. Die Zungenblüten sind weiß mit langen Zungen und die Röhrenblüten gelb. Es ist eine becherförmige und mehrreihige Hülle mit pfriemlichen, ungleichen Hüllblättern vorhanden.
Es werden Achänen mit Pappus gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 108.
Celmisia spectabilis wird von verschiedenen Insekten bestäubt. Dazu gehören die Solitärbiene Leioproctus fulvescens, die Ameise Chelaner antarcticus, die Fliegen Avibrissina isolata, Avibrissina brevipalpis, Helle longirostris sowie die Schwebfliegen Xylota montana und Melangyna novaezelandiae, der Blattkäfer Adoxia obscura und der Wollhaarkäfer Dasytes subcyaneus. Krabbenspinnen fangen die Bestäuber auf den Blütenständen.
Die Fruchtstände von Celmisia spectabilis werden von verschiedenen Larven von Bohrfliegen (Trupanea spp.) und Spannerraupen befallen, wodurch ein großer Teil der Samen zerstört wird.
Die Gattung Celmisia wurde 1825 von Alexandre Henri Gabriel de Cassini in Cuvier: Dictionnaire des Sciences Naturelles 2. Auflage Band 37 Seite 259–260 aufgestellt. Die Beschreibung wurde gegenüber anderen und älteren Beschreibungen konserviert (nomen conservandum). Der Gattungsname wurde nach Celmision, dem Sohn der Nymphe Alciope gebildet.
Celmisia spectabilis wurde 1844 von Joseph Dalton Hooker in Botany of the Antarctic Voyage ...Volume 1. Flora Antarctica Band 1 (Text) Seite 35–36 erstbeschrieben.
Es werden folgende Unterarten unterschieden:
Celmisia spectabilis hybridisiert mit Celmisia armstongii, Celmisia dubia, Celmisia angustifolia, Celmisia gracilenta, Celmisia cordatifolia, Celmisia graminifolia, Celmisia incana, Celmisia insignis, Celmisia lyallii, Celmisia monroi, Celmisia semicordata, Celmisia sessiliflora, Celmisia similis, Celmisia traversii und Celmisia verbascifolia.
Die Pflanzenfasern der weichen Blätter woben die Maori zu wasserdichten Textilien, wie Regenmänteln, Umhängen, Hüten und Matten. Atholl Anderson zufolge wurden diese Techniken noch in den 1920er-Jahren genutzt. Geflochtene, getrocknete Blätter dienten zum Schutz der Beine vor Dornen und als Brustpanzer bei Kämpfen. Mit den Pflanzenhaaren auf der Unterseite der Blätter machten die Maori innere Schichten ihrer Kleidung wärmend und wasserabweisend. Sie wurden außerdem als Haar- und Ohrschmuck getragen.
Europäische Siedler gewannen Watte zur Wundbehandlung aus der Pflanze und setzten sie gegen Asthma ein. Außerdem diente sie als Tabakersatz oder -zusatz.
Aus einem deacylierten Saponinextrakt aus den unterirdischen Organen von Celmisia spectabilis wurden zwei neuartige Saponine isoliert.