| Centauro | |
|---|---|
Centauro im Irak | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze) |
| Länge | 7,85 m |
| Breite | 2,94 m |
| Höhe | 2,73 m (Turm Oberseite) |
| Masse | 28 Tonnen |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | Schutz gegen 14,5-mm- bis 25-mm-Geschosse |
| Hauptbewaffnung | 1 × 105-mm-Kanone Otobreda (40 Schuss) im Hitfact-Turm |
| Sekundärbewaffnung | 1 × 7,62-mm-MG (koaxial),
1 × 7,62-mm-Flugabwehr-MG (Deckaufbau, insgesamt 4000 Schuss des Kalibers 7,62 mm) und Nebeltöpfe 2×4 |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | IVECO-V6-Dieselmotor mit Turbolader 520 PS |
| Federung | Radaufhängung 8×8 |
| Geschwindigkeit | 110 km/h (Straße) |
| Leistung/Gewicht | 18,6 PS/Tonne |
| Reichweite | 800 km |
Der Centauro (deutsch „Kentaur“) ist ein italienischer 8×8-Radpanzer, der in der ersten Version in den 1990er-Jahren in Dienst gestellt wurde. Das Nachfolgemodell Centauro 2 (oder Centauro II) wird seit 2019 produziert. Auf Basis dieser beiden Modelle wurden verschiedene Spezialfahrzeuge entwickelt.
Der Centauro wurde in den 1980er-Jahren vom Unternehmenskonsortium bestehend aus Iveco, Oto Melara und Fiat (Consorzio Iveco-Oto Melara – CIO) für das italienische Heer entwickelt.
Nach damaligen Planungen sollten sechs sehr mobile, ausschließlich mit Radfahrzeugen ausgestattete Brigaden in Nordwest-, Mittel- und Süditalien unter anderem mit 400 Centauros und Transportpanzern vom Typ Puma ausgerüstet werden und in diesen rückwärtigen Gebieten Raumverteidigungsaufgaben übernehmen. In den 1990er-Jahren wurden diese Pläne größtenteils aufgegeben. Mit den beschafften Centauros wurden Kavallerieregimenter (Panzeraufklärungsbataillone) ausgerüstet, die heute verschiedenen Brigaden zugeteilt sind und dort Raumsicherungs- und Aufklärungsaufgaben (reconnaissance in force – RIF) übernehmen.
Die Fahrzeuge haben sich bei etlichen Friedensmissionen im Ausland bewährt und gelten für solche Einsätze als gut geeignet. In der verlängerten Version B-1T (Hecktür) können diese Panzer einen 4-Mann-Aufklärungstrupp mitführen. Mittlerweile wurde auch die Schützenpanzerversion Centauro VBC entwickelt; andere Versionen sind vorgesehen.


Der Centauro verfügt dank seines 8×8-Radfahrwerks über eine beachtliche Geländefähigkeit. Das Fahrwerk erlaubt das Überschreiten von Gräben mit 1,20 m Breite. Gleichzeitig wird eine Wattiefe von 1,50 m erreicht. Diese Offroad-Eigenschaften werden auch dadurch begünstigt, dass die Räder in Einzelaufhängungen angebracht sind. Zudem verfügt der Centauro über eine zentrale Reifendruckregelanlage.
Die von Otobreda entwickelte 105-mm-Kanone ist unter Verwendung von APFSDS-Geschossen in der Lage, auf eine Kampfentfernung von 2000 m bis zu 700 mm RHA zu durchschlagen. Zielen und Entfernungsermittlung erfolgen über ein Laserzielgerät und eine gekoppelte Feuerleitanlage. Diese wurden vom Kampfpanzer Ariete übernommen.


Für die B1-Centauros hat das italienische Heer 2005 ROMOR-A-Reaktivpanzerungskits beschafft. Auch die Fahrzeuge der spanischen Armee wurden mit einer Zusatzpanzerung ausgestattet.